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Ihre Meinung interessiert unsere Leser.

Schreiben Sie PROLAHN Ihre Meinung, Ihre Erfahrungen mit der Lahn. Natürlich werden wir nur die Zuschriften veröffentlichen, die niemanden beschimpfen oder beleidigen. Wir behalten uns vor Beiträge zu kürzen oder Auszüge daraus wiederzugeben. Die hier veröffentlichen Leserbriefe sind die persönliche Meinung der Verfasser und stellen nicht unbedingt die Meinung von PROLAHN dar.

Die Namen der Verfasser sind der Redaktion bekannt. Trotzdem werden wir aus Datenschutzgründen nur Kürzel veröffentlichen, es sei denn, der Schreiber des Leserbriefes möchte, dass sein Name genannt wird.
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Offener Brief an Stadtbürgermeister Wenzel in Nassau:

Guten Morgen Herr Bürgermeister Wenzel,

wir haben letzte Woche einen 7-täg. Törn auf der Lahn gemacht und sind auch durch Ihre wunderschöne Stadt Nassau gefahren.
Auf dem Hinweg konnten oder wollten wir nicht an der Wiese anlegen (Charterboot ), erst auf der Rückfahrt hat uns Herr Hofmann (Kanu-Charter) einen Gästesteg angeboten.

Ich frage mich, warum es für diese touristische Stadt nicht möglich sein sollte, einen Gästesteg wie in Diez zu installieren (mit oder ohne Strom); so teuer kann das doch nicht sein und das WSA Koblenz würde sicherlich keinen Einspruch erheben!
Ich glaube auch, dass man bei vielen Lahnfreunden dbzgl. Gelder locker machen könnte!
Erteilen Sie doch bitte einen Auftrag zur Erstellung eines Baukostenvoranschlages!

Ihre wunderschöne Stadt Nassau hätte es redlich verdient!!!!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Engel, Iserlohn
26.09.2017

Antwort vom Stadtbürgermeister Armin Wenzel aus Nassau:

Sehr geehrter Herr Dr. Engel,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Es macht mich sehr stolz, wenn Ihnen unsere Stadt gefallen hat.
Mit den angesprochenen Gästestegen rennen Sie bei mir offene Türen ein.

Wir haben vor, im Rahmen unseres Stadtumbaus auch touristische Erfordernisse zu ergänzen. Dazu gehören etwa fünf Gästestege, die am rechten Lahnufer errichtet werden sollen. Auch wenn diese Maßnahme nicht sofort umgesetzt werden kann – andere Prioritäten –, werden wir Angebote einholen müssen, um Zuschussanträge und Genehmigungen einreichen zu können.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie einen Besuch in unserer Stadt weiterempfehlen könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Armin Wenzel
Stadtbürgermeister
26.09.2017

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Offener Brief an das WSA Koblenz, Amtsleiterin Frau Bodsch,
von Herrn Dr. M. Engel, Iserlohn:


Verehrte Frau Bodsch,

ich wende mich vertrauensvoll an Sie als Chefin des WSA Koblenz und somit als Hauptverantwortliche im Bereich Sicherheit auf der wunderschönen Lahn.

Ich habe vom 15.9. bis 22.9.17 einen Bootstörn auf der Lahn gemacht und hierbei doch fehlende Warteplätze vor einigen Schleusen sowohl im Unter- wie auch im Oberwasser bitter vermißt. " Dümpeln " auf der Lahn sollte schlechthin vermieden werden, zumal durch individuelle Wartestege hiermit die Sicherheit aller Lahnfahrer ( Kanuten, Paddler, Skipper ) dringend gewährleistet wird und gleichzeitig dem " Renaturisierungsgedanken " der Lahn zutiefst Rechnung getragen werden kann.

Man sollte doch mit dem Bau an den wichtigsten Stellen beginnen, damit zur nächsten Saison einige Gefahrenstellen entzaubert werden.

Die Lahn ist so wunderbar; sie hätte es redlich verdient.

Wie teuer kommt denn ungefähr ein Wartesteg wie z.B. der im Unterwasser der Schleuse Ahl? Vielleicht ließe sich da Gelder von begeisterten Lahnfahrer frei machen!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Engel

25.09.2017

Antwort von Frau Mareike Bodsch, Amtsleiterin beim WSA:

Sehr geehrter Herr Dr. Engel,

 vielen Dank für Ihre Anregung für die Errichtung von Wartestegen im Bereich der Schleusen an der Lahn. Das WSA Koblenz bearbeitet aktuell als ein Projektpartner des EU-Wasserrahmenrichtlinien Projektes Lila-Living Lahn die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für die Lahn. Hierbei werden alle Nutzer und Interessengruppen der Lahn, wie z.B. Motorboot,-Kanu- oder Ruderbootfahrer, Naturschützer, Tourismusvereine, Kommunen, Fachverwaltungen und interessierte Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen und Ideen für die Zukunft der Lahn entwickelt, die einen möglichst gesamtgesellschaftlich breiten Konsens finden sollen. In diesem Prozess wurde ebenfalls schon die Verbesserung der Wartesituation vor den Schleusen thematisiert und wird nun als eine der vielen Anregungen im weiteren Projektverlauf bearbeitet und in Abwägung zu weiteren Belangen gestellt. Kosten sind dabei nur ein Aspekt, den es zu beachten gibt. Neben dem von Ihnen beschriebenen Sicherheitsaspekt sind dies u.a. ökologische Aspekte (Eingriffe) und wasserrechtliche Aspekte. Der Bau von Wartestellen bedarf unabhängig vom Projekt ein bauordnungsrechtliches Genehmigungsverfahren.

Ihre Anregung ist somit schon im o.g. Projekt verankert, trotzdem noch einmal ein Dankeschön für Ihren Hinweis.

Ich bitte Sie noch um etwas Geduld bzgl. der Entscheidung zur Umsetzung.

Mit freundlichem Gruß
Mareike Bodsch
Amtsleiterin

26.09.2017



Offener Brief an Bürgermeister Wenzel von der Stadt Nassau:

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Die Lahn, beliebtes Ziel für internationale Fahrtenskipper.

Hallo zusammen!

Zurzeit liegt als Gast im Sportboothafen Dehrn eine schöne Nimbus aus der Schweiz, besetzt mit Frau, Mann und Hund.
An der Bugspitze weht eine neue PROLAHN-Flagge. Darauf angesprochen, stellte sich heraus, dass es unser PROLAHN-Mitglied aus der Schweiz ist, Herr Urs.

Sie können sich vorstellen, dass es ein freudiges Hallo gab. Er sagte, dass er an die Lahn gekommen sei, um die
Initiative von PROLAHN aktiv zu unterstützen. Er habe auf den Internetseiten von PROLAHN gelesen, um was es hier
an der Lahn geht. Deshalb sei er spontan Mitglied geworden. Er habe sich auf den Wasserweg gemacht, um die Lahn kennenzulernen und die Schleusen in Betrieb zu halten.

An der Schleuse Lahnstein habe man ihn freundlich begrüßt und einen Reisebegleiter (Prospekt "Lebendige Lahn") in die Hand gedrückt. Der Schleusenmann habe ihm erklärt, wie wichtig jeder Besucher für die Bundeswasserstraße Lahn ist. Jedes Boot
trage dazu bei, seinen Arbeitsplatz auf der Schleuse zu sichern.

Urs findet die Lahn erhaltenswert. Er werde sich weiter engagieren. Zu bemängeln sei allerdings, dass gute Anlegestellen dünn gesät und viele Stege in marodem Zustand sind. Die Stege in Obernhof seien zum Anlegen wenig geeignet, weil zu klein. Selbst die Wassersportvereine könnten, was ihre Gästestege anbelangt, noch sehr viel verbessern.

Wenn man solchen Idealisten begegnet, dann motoviert das auch einen gestressten Schriftführer weiter für eine schiffbare Lahn zu kämpfen.

Familie Urs aus der Schweiz bleibt noch bis Morgen in Dehrn.

Beste Grüße
Heinz Scheyer, 18.09.2017

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Leserbrief:

Gewässertrübe durch Motorboote(?)

In Diskussionen um die Befahrung der Bundeswasserstraße Lahn mit Motorbooten wird immer wieder angeführt, wie gravierend und letzthin ursächlich der Wellenschlag der Motorboote für die Eintrübung des Wasserkörpers und vor allem für die gefährliche Abdeckung des Fischlaiches mit Feinsedimenten verantwortlich sei.
Um diesem Vorwurf nachzugehen, wurde anlässlich einer Lahnbereisung vom 20.7. bis 25.7. d. J. auf den Aspekt der Eintrübung und deren Ursachen besonders geachtet; vieles wurde fotografisch und filmisch festgehalten. Die Bereisung erfolgte von Wetzlar bis Schloss Langenau und zurück bis Diez. - Das Wetter war vorwiegend relativ kühl und wechselhaft und ging ab dem 24.7. in Starkregenereignisse über. -

I. Ergebnis:

1.: 20.7. - vorher nachts bis gegen 11.00 Uhr vormittags Landregen. Die Lahn ist am bei Wetzlar mäßig eingetrübt; die Sichttiefe beträgt rd. 30 cm. Stärkere Lehmfrachten vom oberen Einzugsgebiet (große Lößlandschaften!) sollten naturgemäß verzögert eintreffen. - Auch die Dill als (statistisch) größter Zufluss weist die gleiche Eintrübung auf.

2.: Ein kurzer heftiger Regenschauer Höhe Braunfels: Kräftiger Zufluss von den kleinen Nebenbächen (Leuner Bach, Helgenbach, Ulmbach, Kallenbach...), völlig verlehmtes Wasser mit langen "Fahnen" ab der Mündung in die Lahn.

3.: Oberlahn bis Limburg: Die o. g. Eintrübung ist hier noch nicht angekommen; Wasser wie in Wetzlar; Sichttiefe rd. 30 cm. Die Weil hat derweil "ihr Pulver verschossen" und befindet sich wieder im Normalabfluss. Zwischen Runkel und Limburg holen wir jedoch ihre Lehmfracht ein.

4.: Am 22.7. vormittags Starkregen (ca. 1 Stde.) in Limburg. Der Elbbach als drittgrößter Lahnzufluss führt gewaltige verlehmte Wassermengen aus dem Limburger Becken (Lößgebiete!) herbei, welche sofort die Lahn nachhaltig eintrüben; Sichttiefe: nur noch 10-15 cm.
Starker Zufluss und zusätzliche Eitrübung aus dem Klärwerk Limburg mit ungeklärtem, durch den Regen stark verdünntem Roh-Abwasser. Das "Abschlagen" des Abwassers bei Überlastung der Anlagen ist allerdings gesetzlich zugelassen.

5.: In der Nacht auf den 23.7.: längerer "Landregen" im Raum Diez. Im Süden unablässiges Wetterleuchten sichtbar, was auf unwetterartige Verhältnisse hindeutet. - Die Aar führt ihre graugelbe Flut herbei. Ab hier ist die Lahn bis zum Reisezielpunkt ausschließlich stark trübe mit geringer Sichttiefe. -
Der Gelbach macht seinem Namen alle Ehre und "ersetzt" die bis dorthin sedimentierten Sinkstoffe, so dass die Trübe der Lahn kontinuierlich erhalten bleibt.

6.: Am 24. und 25.7. lange anhaltende Starkregen. Wir beschließen die Rückfahrt nach Diez. Die Lahn fließt nun auch in den Stauhaltungen ziemlich schnell (0,5-1m/sec.). Alle Kleinbäche aus den engen Kerbtälern stürzen mit graugelben Fluten in die Lahn, getoppt von der Aar, welche mit hell-graugelbem Wasser die Abflussmenge und Fließgeschwindigkeit der Lahn deutlich erhöht und ihre Sichttiefe auf < 10 cm verringert.

7.: Anfang August erneute Starkregenfälle, vor allem im oberen Einzugsgebiet der Lahn. Die Ohm (zweitgrößter Lahnzufluss) dominiert mit ihrem großen Löß-Einzugsgebiet nun die "Szene" und trägt mit Abstand am meisten zur Abflussmenge der Lahn bei. "Naturgemäß" mit sehr trübem, schlammreichem Wasser.

8.. 25. August: Noch immer, also 3 Wochen (!) später ist die gefällearme Ohm auf Höhe Kirchhain stark eingetrübt. Diese Eintrübung vor allem mit Ton-Korngrößen beeinflusst die Lahn bis zu ihrer Mündung. --

II. Ergebnis:

a) Bereits in den 1970er Jahren konnten wir die Beobachtung machen, dass bereits eine einzige Gewitternacht in Westerwald und Taunus zu einem starken Anschwellen der Unterlahn mit ganz erheblichen Eintrübungen führte. "Führend" waren stets Emsbach, Elbbach und Gelbach. Diese Ereignisse wurden in unserem alten Logbuch festgehalten.

b) Durch die sehr gefällearmen weiten Talniederungen von Ohm und mittlerer Lahn kommt deren trübe Flut erst Tage später am Unterlauf an und ebbt entsprechend langsam ab; siehe oben.

c) Durch diese "Kombination" kann es mitunter Wochen dauern, bis sich an der Unterlahn wieder halbwegs normale Sichttiefen eingestellt haben.

Folgerung:

- Die Eintrübungen der Lahn einschließlich der schädlichen Bedeckung von Fischlaich rührt ursächlich aus den Verhältnissen (Böden, Erosionsanfälligkeit, Niederschläge) im fast 6000 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet mit großen Lößlandschaften her. - Zum Vergleich: die "lachsfreundlich" gestaltete gleichgroße Sieg entwässert knapp 2900 qkm Einzugsgebiet mit ganz überwiegend erosionsarmen Wald- und Grünlandanteilen sowie dem siedlungsreichen Siegener Verdichtungsraum UND hat ein wesentlich stärkeres durchschnittliches Talgefälle als die Lahn.

- Durch die gefällearmen Verhältnisse im Gebiet der Mittellahn und der Ohm bedingt, dauert die Eintrübung jeweils sehr lang; eine Abflussbeschleunigung der Unterlahn (durch Niederlegung von Stauwehren) würde diesen "Nachschub" nicht verhindern und nur sehr bedingt positive Ergebnisse bringen - zumal auch die Unterlahn von Natur aus ebenfalls ein geringes Gefälle mit zahlreichen "Ruheabschnitten" aufweist - Ausnahme: der kurze Abschnitt zwischen Bad Ems und der Mündung.

- Bei "Renaturierungen" können Maßnahmen schnell zum Flop werden wenn nicht darauf geachtet wird, dass in "Totwasserzonen" (die bei HW nicht "durchgespült" werden) erhebliche Schlammfrachten abgelagert werden welche zur völligen Verlandung führen können.

- In jedem für karpfenartige Fische geeigneten Gewässer finden Laichtätigkeiten (vorwiegend im Frühsommer) und vermehrte Wühltätigkeiten durch nahrungssuchende Fische sowie gründelnde Enten etc. mit erheblichen Eintrübungen gleichzeitig und nebeneinander statt. Und TROTZDEM gedeiht hier die Fischfauna (u. a. Beob. des Unterzeichners am eigenen Fischteich)...

- Angesichts der gewaltigen Dimensionen der aus der Kulturlandschaft stammenden mitgeführten Schwebstoffe und ihren Ablagerungen erscheint der Vorwurf, die Motorboote seien hauptsächlich verantwortlich für die Gewässertrübe und deren Folgen für die Unterwasserfauna, doch reichlich übertrieben.

Ralf Schneider
Dipl.-Ing Landespflege

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kanus auf der lahn

EU fordert mehr Umtragestellen für Kanus:
Planung am Grünen Tisch und in warmen Amtsstuben.

... manchmal - so könnte man glauben - wäre es hilfreich, auch an der Oberlahn einmal die Zahl der Schleusungen, vor allem aber der geschleusten Boote oder Personen zu erfassen. Die Aufnahme erfolgte an einem Freitagmittag, - in einer Witterungsperiode, wo nur ausnahmsweise ganztägig schönes Wetter herrschte. Bei längeren Schönwetterperioden geht es zumindest an Wochenenden, aber zuweilen auch unter der Woche noch lebhafter zu.

Und achtet mal auf das mitgeführte Gepäck! Hier kann wohl nur an einem fernen Schreibtisch die Idee aufgekommen sein, dass Umtragehilfen ein gleichwertiger Ersatz seien...

Herzliche Grüße
Ralf S., 03.08.2017



... liebe Umtragestellenplaner, stellen Sie bitte einmal bildlich vor, dieser Pulk an Kanus (siehe Foto) wollte / müsste ihre Boote an einer Umtragestelle umtragen ...

Heinz Scheyer, Bad Mbg, 21.08.2017

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Fischschleusenmanagment "Living Lahn"

Ich lese im Newsletter des Hessischen Umweltministeriums, dass am 30.03. die Schleuse Lahnstein abgelassen/leer gepumpt wurde, um festzustellen, wie viele Fische sich in der Kammer befinden: Ergebnis: 161 Individuen!"

Mich wundert, dass so viele "Individuen" schon Ende März gezählt wurden, denn Fische verweilen bei Wassertemperaturen unter 13 Grad in einer Art Winterstarre und verzichten auf Wanderungen. Ich hoffe, die Umweltbeamten und selbst ernannten Fischexperten berücksichtigen das bei ihrer Auswertung?

Was für ein Aufwand? Wofür? Wer bezahlt das alles?

Karl Lenhardt, Gesees, 15.08.2017

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Amalie

RAddampfer Amalie

Raddampfer Amalie rettet Hausboot aus "Seenot".

...ich möchte Ihnen von einem "Sahnehäubchen" bzw. einem wahren Härtetest berichten. Denn der "Kaltmonsun" Anfang der Woche sowie die volle Beladung auf dem heikelsten Abschnitt der Lahn unterhalb von Weilburg waren ja noch nicht alles. In der Schleuse "Scheidt" in der Cramberger Schleife fragte uns der Schleusenwärter, ob wir mal versuchen könnten, ein Miet-Hausboot, dessen Motor streikte, aus der Fahrrinne zu bugsieren und zum Anleger im Unterwasser der Schleuse zu ziehen. Es trieb hilflos mitten im Fluss (der hier aber hauptsächlich abseits durch einen Stollen zum Kraftwerk fließt) Die arme Familie auf dem Hausboot war völlig aufgelöst.

Immerhin hätte ja auch ein Fahrgastschiff auftauchen können in dessen Kurs das Hausboot lag... Na ja, der gute Wille war da und Wolfgang steuerte die "Amalie" vorsichtig an das Boot heran, während Richard die Leute darauf beruhigte und ihnen Anweisungen zum Ankoppeln gab. Nun hing das "Gespann" an einer unserer kleinen Hartgummi-Seilklampen, welche mit 2 Sechserschrauben auf einem Alu-Profil à 2 mm Stärke verschraubt sind.

Beim Anziehen produzierte unsere zierliche, gar nicht auf sowas ausgelegte "Amalie" plötzlich Wellen wie ein Rhein-Radschlepper, der 7 Kohlekähne im Schlepp hat. Die Klampe verbog sich in dem Moment ein bisschen, doch tatsächlich bewegte sich das mehrere Tonnen schwere Biest und "Amalie" zog es, gar nicht mal langsam, mit etwas über halber Kraft 200 m flussauf bis zum Anleger. Ab dem Moment war "Amalie" bei den Schleusenwärtern "Nassaus Antwort auf Jeanette d`Arc" und wir wurden fortan sehr zuvorkommend behandelt...

Zum Beweis, dass es sich nicht um "Flussschiffergarn" handelt, zwei Belegfotos.
Euer Ralf Schneider

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Meinungen zu dem Gespräch mit Vertretern des Verkehsministeriums am 28.06. in Bad Ems:

Klares Bekenntnis des Bundes zur Wasserstraße Lahn.

Es ist Wahljahr. Um in Amt und Würden zu bleiben, wird vor der Wahl vieles gesagt, was nachher niemand so verstanden haben will. Das "klare" Bekenntnis des Herrn Klingen zur Lahn, wird gleich absurdum geführt, wenn mann dieses Original-Zitat aus dem Projekt "Blaues Band" (was laut EU für den Bund verpflichtend ist) liest:

Reinhard Klingen:
„Auf etlichen Wasserstraßen wird heute kaum noch Fracht transportiert. Hier liegt für uns die große Chance, den anstehenden Rück- und Umbau der dortigen Anlagen mit nachhaltigen Renaturierungsmaßnahmen zu verbinden. Das ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die wir in die Hände der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung legen wollen.
Denn dort liegen Fachexpertise, Verantwortung und Erfahrung. Die dafür notwendigen Grundlagen werden wir vorbereiten.“


Alles klar?

Rudolf L., Grafschaft, 24.07.2017



... klares Bekenntnis zur Wasserstraße Lahn....?
Gilt das auch noch nach den Wahlen im September?

Linda Pfaff, Arzbach, 03.07.207


... die Wasserwirtschaftsämter und bestimmt auch die WSV's wissen sehr genau um die Folgen einer Wehr-Niederlegung und genehmigen so etwas sehr selten bzw. nur in Ausnahmefällen. Diese Fachbehörden stehen m. W. ohnehin in enger Verbindung mit einander. - Bei den breiten historischen Streichwehren - übrigens eine geniale Erfindung unserer frühen Vorfahren (über die wir noch mal reden sollten) - kommt zumeist noch der Denkmalschutz hinzu, weil es sich oft um mittelalterliche Bauten handelt.
Schließlich hatte Herr Klingen bei dem Gespräch nicht aus Jux gesagt, dass als Erstes die Sanierung der Lahnwehre anstehe. Dies kann ja keinen Abriss sondern nur eine Reihe von Großinvestitionen sein.

Ralf Schneider, Amöneburg, 30.06.2017


 ... schaut euch mal das Interview an, steht nach einigem
Blättern auch auf der Seite von  LILA-Living-Lahn, gemäß Dr. Hans-Heinrich Witte denkt man auch darüber nach Wehre und Schleusen zurückzubauen.

> Link zum Interviev

Toni Hagenkötter, Lahnstein, 30.06.2017


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Kommentar zu den Wahlprüfsteinen der Parteien
von Anton Hagenkötter, 1. Vors. PROLAHN:

Welche Partei, welche Politiker sollte man wählen, wenn es um die Zukunft der Lahn geht?

29.06.2017
Sehr ernüchternd in meinen Augen und klare Bekenntnisse zur Lahn sehen für mein Vedrständnis anders aus.

Fangen wir mal an und sezieren diese beiden Antworten:

zu Frage 1:

" ..streben in Zusammenarbeit mit den Ländern gute Lösungen an......Elisabethfehnkanal...."

Die Lahn ist noch eine Bundeswasserstraße somit obliegt die Hoheit beim Bund und nicht primär beim Land. Man muss hier gezielt mit dem Bund zusammenarbeiten. Mit Verlaub hier fehlt offensichtlich ein wenig der fachliche Hintergrund oder man hat sich mit diesem Thema überhaupt noch nicht befasst, wie es mir eher erscheint.

" Die Lahn sollte für einen naturverträglichen Wassertourismus erhalten bleiben..."
Auch hier mit Verlaub, wir haben jetzt schon einen naturverträglichen Wassertourismus, der nicht erhalten bleiben soll sondern muss!! Denn Lila zielt mal ganz nüchtern und einfach ausgedrückt dahin, Kosten zu sparen und das jetzige Angebot für Motorbootfahrer usw. an der Lahn massiv herunterzufahren.

"........Güterverkehr......" auch die Nebenwasserstraßen sind auch ohne Güterverkehr wirtschaftlich sehr relevant, siehe die Untersuchungen zur Lahn die 10.000 Arbeitsplätze mittel- und unmittelbar sichern und bis zu 1 Mrd. Euro pro Jahr durch Tourismus usw. generieren. Auch hier hat man nur Argumente aus div. Schlechtgutachten von z. B. Railtec ins Feld geführt ohne sich die Mühe zu machen die wirklichen Untersuchungen zur Lahn zu prüfen.

zu Frage 2

Zunächst eine Wiederholung wie unter Frage 1 als Eingangssatz, dies ist sehr unprofessionell und wirkt ratlos.

".....WRRL...."
Es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig als die WRRL zu unterstützen denn die ist EU-Recht und der Bund hat sich verpflichtet ebenso wie die Länder diese umzusetzen. Also nur eine Lückenfüller Antwort, der Rest ist Geschwätz.

"......Blaues Band....."
Von LILA scheinen die Grünen offensichtlich noch nichts gehört zu haben und die Unterstützung des WSA ist selbstredend, denn die müssen einige gravierende Aspekte aus der WRRL umsetzen.

Alles in allem ist mein Resümee zu den Antworten der Wahlprüfsteine:

Die Grünen die eigentlich in Sachen Umwelt- und Natur mit Fachwissen glänzen sollten weisen hier für meinen Begriff ein eklatantes Wissensdefizit insbesondere für die Lahn auf, was mich aber weitaus
mehr schockiert, man hat bewusst oder unbewusst ob mit Vorsatz oder nicht sich noch nicht einmal die Mühe gemacht sich der Thematik Lahn im Detail zu widmen, womit ich zu der Überzeugung gelange, die Grünen sind für unseren Kampf zum Erhalt der Lahn zumindest in der derzeitigen Form total unbrauchbar und nicht diskussionswürdig.

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Meinungen zur Infrastruktur an der Lahn:

... in meinem Fall sind es satte XX,- Euro die jährlich mehr zu zahlen sind für meine Steganlage. Für die anderen Anlagen kam noch kein Bescheid.

Auch in Limburg fuhr heute ein blau/weiß gestrichenes Aluboot mit Kamera etc. spazieren und hat angeblich nur gemessen.
Vorne war eine Mainzer Zulassungsnummer zu sehen. Hinten nur ein W. Der Rest war weg! WSD? WSA? LMAA!!!

G. H., D, 06.07.2017


Hallo zusammen,
nachfolgendes zur Info und zum Nachdenken....

1.
Die Gebühren für die Wassernutzungsfläche an meiner Steganlage wurde von der WSV den "wirtschaftlichen Verhältnissen" angepasst, d. h. erhöht.
Diese Mitteilung dürften alle Inhaber von Bootsstegen erhalten, wenn nicht schon geschehen.

2.
Heute Morgen fotografierte eine männl. Person alle Bootsstege im Bereich Lahnstein. Ich sprach die Person an. Sie gab an, von der GSD Nord, Gewässerschutz, zu sein. Sie habe den Auftrag, die Bootssteganlagen auf "Vorschriftsmäßigkeit" zu überprüfen! Weitere Auskunft war von der, nicht sehr auskunftsfreudigen Person nicht zu erhalten. An dem genutzten Pkw befand sich seitlich die Aufschrift "Amt für Gewässerschutz"!

Ich halte die gesamten Aktivitäten, die nun an der Lahn von behördlicher Seite vorgenommen werden für Maßnahmen, die sich gegen den motorisierten Wassersport richten. Die Deutsche Sprache ist deutlich, eindeutig und konkret! Was der Begriff "Renaturierung" bedeutet, ist dem Duden verbindlich zu entnehmen!

Ich bin gegen die beabsichtigte Renaturierung im Sinne des Blauen Bandes, explizit LiLa Lahn!

Viele Grüße
A. B-K. aus K. 05.07.2017


... ich war jetzt eine Woche mit dem Sportboot auf der Lahn unterwegs und bin enttäuscht über die Infrastruktur für die Bootfahrer.

Was mir absolut nicht gefallen hat ist : daß es in keiner Gemeinde eine vernünftige Anlegemöglichkeit für Boote gibt! Das gilt für alle Gemeinden,ausser Diez. Was hier als Anlegesteg angeboten wird spottet jeder Beschreibung. Schauen Sie sich, um was hier auf anderen Flüssen geboten wird, da könnten sich die Gemeinden an der Lahn zehn Scheiben abschneiden, nicht nur eine.

Sollten Sie für die Zukunft auch auf den Bootsfahrer als Gast setzen, wird es unumgänglich sei,n hier etwas zu ändern.

Ich werde jedenfalls für die nächste Zeit die Lahn meiden.

MfG, Franz Ehrentreich, 26.06.2017


Anmerkung der Redaktion: Fast alle Gemeinden an der Lahn sind zurzeit dabei, gute Anlegemöglichkeiten für Gäste zu schaffen. Wenn Sie die Lahn meiden, helfen Sie der den Gemeinden nicht, den derzeitigen Mißstand in der Infrastruktur zu verbessern.
Bleiben Sie der Lahn treu!



Moin Moin,
und was hat der Mann? Er har Recht. Völlig berechtigt motzt er über die Situation der meistens nicht vorhandenen Gemeinde-Stege entlang der Lahn.

Man könnte denken er hat die Aussage von Herrn Straßburger von der Zeitschrift "boote" kopiert (Niveau wie zur Wendezeit in der DDR). Und das ist auch schon bald zwei Jahre her.

Ich denke es gab einen runden Tisch zum Thema Stege? Obernhofbietet immer noch keinen vernünftigen Steg. Dabei sollten doch hier schon vor mehr als einem Jahr die Stege mit Hilfe von Christoph Kaiser "aufgemotzt" werden. Haben alle schon resigniert?

Macht mal vor Eurem geistigen Auge eine Lahnreise und schaut mal, was die einzelnen Gemeinden so an Stegen bieten:

Lahnstein: Nichts
Miellen: Nichts
Nievern: Nichts
Fachbach: Nichts
Bad Ems: Viel, aber völlig überholt und daher fast nicht genutzt
Dausenau: Ein Steg ist in Ordnung >
Nassau: Nichts
Obernhof: siehe oben
Laurenburg: Nichts
Geilnau: Nichts
Balduinstein: Nichts
Diez: gut und anerkannt
Limburg: Nichts
Dietkirchen: Nichts
Dehrn: Nichts

Wenn es nicht die regen Vereine und Marinas in Lahnstein, Fachbach, Bad Ems, Laurenburg, Balduinstein, Dietkirchen und Dehrn gäbe, hätten wir an der Lahn den Super-Gau.

Mit freundlichen Grüßen: Gert, 26.06.2017

Der  Leserbrief von Herrn Ehrentreich gehört eingerahmt und mit einem Brandbrief an die Gemeinden verteilt.

 

 

Hallo,
ich habe den Eindruck, dass Herr Ehrenreich der typische Meckerer ist. Ich habe fast alle schiffbaren Flüsse und Kanäle in Deutschland befahren. Schlechte und mangelhaft Stege gibt es überall, und ganz besonders am Neckar, Main, Ruhr, Weser und Ems. An der Ems gibt es einen Streckenabschnit von 80 Kilometer ohne Anlegemöglichkeit für Sportboote.
Die Schönheit der Gewässer besteht nicht aus tollen Marinas die dann  auch ihren Preis für Übernachtungen haben müssen. Wenn man das Wasserwandern liebt, muß man auch kompromissbereit sein.

Winfried Münch, Koblenz, 27.06.2017




Hallo an die Lahn!
Verstehen Sie meinen Brief bitte nicht als Beleidigung, sondern als Aufrüttelung.

Ich sehe, ich muss hier etwas erläutern. Zur Situation:

Da ich nicht am Wasser wohne (ca. 100 km ), habe ich ein trailerbares Sportboot 5.5 m lang und 2.25 m breit und als "Sportboot" nicht allzu hoch, mit Übernachtungsmöglichkeit auf Liegesitzen. Wenn ich mein Verdeck schließe, kann ich nur noch HINTEN aussteigen.

Nun zur Situation bei den besuchten Orten.

Limburg: Einigermaßen vernünftige Anlegemöglichkeit nur am Campingplatz obwohl hier die Wassertiefe gerade so noch ausreicht und dicke Steine drin liegen. Mein Tiefgang ca.65 cm. Dietz: Steg hervorragend. Balduinstein: Vereinssteg in Ordnung Laurenburg: Stege für mich zu schmal und zu hoch deshalb sind wir weitergefahren. Stellen Sie sich vor ich lege hier an,dann ist,wenn ich mein Verdeck zumache,nur der hinterste Meter meines Bootes fest (ich will ja aussteigen ) und 4.5 m ragen ins Leere. Von der Höhe ganz zu Schweigen. Nicht mal die Bretter an den Pfosten sind so tief montiert dass mein Boot nicht an den Pfosten scheuern würde. Obernhof: Gleiche Situation wie Laurenburg. Wir wollten eigentlich den Wein probieren, war deshalb nicht möglich. Nassau: Von wegen Stege! Am Campingplatz hat es Fragmente wo sowieso steht Anlegen verboten. Bei der von der Stadt ausgewiesenen Anlegemöglichkeit (Steinufer) lege ich nicht an um Schäden an meinem Boot zu vermeiden. Bad Ems: Anlegen gerade so möglich. Hier würde ein vernünftiger Steg, wie in Diez, gut zu Gesicht stehen. Dausenau: Situation wie Laurenburg. Wir mussten am Campingplatz an einer Spundwand festmachen. Wassertiefe? Lahnstein: Anlegemöglichkeit gut.

Die Lahn ist landschaftlich eins der schönsten Reviere die ich bisher gesehen habe und ich habe schon einige Flüsse befahren. Es müsste aber noch einiges gemacht werden, denn es haben nicht alle Wassersportler große Schiffe.

Mit freundlichen Grüßen an die Lahn
Franz Ehrentreich, 89257 Illertissen, 29.06.2017


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Reaktionen zum Skippertreffen 2017 in Nassau:

Guten Morgen,

... nochmals von mir und von allen Teilnehmern vielen vielen Dank für alles. Es hat allen sehr gut gefallen und ohne Ausnahmen wollen alle wieder zu euch kommen.

Da Herr Kutscher erzählte das die Lahn so "totgeschwiegen/-geredet" wird, würden wir gerne bei uns am im Yachtclub in Mondorf ein wenig Werbung für die Lahn machen.
Habt Ihr Prospekte oder Flyer ?

Diese würden wir bei uns auslegen und jedem Gast eines anbieten. Wir haben ständig Gäste aus allen erdenklichen Ländern bei uns. Und ich/wir fänden es schade wenn wir nicht irgendwie helfen könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Lülsdorf
(Kassierer des M.Y.C. Mondorf e.V.), 26.06.2017

Obwohl ich schon lange im Westerwald wohne, war ich noch nie an der Lahn, habe erst jetzt, mit rund 70 Jahren, erkannt, welch reizvolle Idylle die Lahn besitzt.
Dank des Skippertreffens war es mit vergönnt, einen Tag lang
Nassau und die Regikon zu genießen. Herrlich! Ich komme wieder!

Monika N., Bad Marrienberg, 21.06.2017



Vortrag Herr Maltzan, WSA-Koblenz, anlässlich des Skippertreffens am 16.6.17 in Nassau

Einige Anmerkungen von Herrn Maltzan vom WSA Koblenz habe ich sehr nachdenklich zur Kenntnis genommen. Ich bin mir -natürlich subjektiv empfunden- nicht sicher, ob von Seiten der WSV ehrlich und offen gesprochen und gehandelt wird.

Ich möchte dies an einer sich oft wiederholenden Anmerkung von Herrn Maltzan erläutern: Nach Herrn Maltzan sind von der EU Vorgaben für das Projekt LiLa-Lahn gegeben worden, die zwingenden Charakter haben. Man könne daran also nicht ändern.

Dies könnte man so interpretieren, dass man sich in Brüssel ausgedacht hätte, die Lahn zu renaturieren, die Durchlässigkeit des Flusses zu verbessern, Flora und Fauna wieder ins „grüne“ Licht zu setzen. So möchte das WSA offensichtlich gerne suggerieren, dass Brüssel der „Bösewicht“ für die von manchen Lahn-Nutzern erwarteten individuellen Nachteile ist. Dem ist aber natürlich überhaupt nicht so. Richtig ist vielmehr, dass aus dem Hessischen Umweltministerium (abgestimmt mit RLP, der WSV und weiteren relevanten Behörden) ein entsprechender Antrag für das Projekt gestellt wurde. Dies um Zuschüsse zu generieren - was ja auch funktioniert hat.

Natürlich macht die EU-Behörde Zuschüsse davon abhängig, dass die Vorstellungen der EU mit zum tragen kommen. Was grundsätzlich nachvollziehbar ist! Initiator und damit der „Bösewicht“ -um beim vorher benutzten Schlagwort zu bleiben- sind natürlich die deutschen Behörden. Hier in Deutschland wurde die sehr saubere, ökologisch sehr ausgewogene Lahn für das Projekt ausgewählt, und eben nicht die vom Kali-Abbau fast völlig zerstörte Werra.

Die Werra hätte die Renaturierung um ein vielfaches nötiger als die Lahn. Aber dort gibt es ja den mächtigen, finanzstarken Wirtschafts-Koloss „K & S“ mit Hauptsitz in Kassel. Eben dieser „Koloss“ mit seinen cleveren und teuren Anwälten, der der Hessischen Landesregierung immer wieder die weitere Genehmigung zur Verdreckung der Werra abtrotzt.

Wir sollten uns also nicht vorgaukeln lassen, dass die Aktivitäten an der Lahn auf „europäischem Mist“ gewachsen sind. Das sind sie ganz eindeutig nicht. Der Nährboden für LiLa-Lahn befindet sich ganz eindeutig auf „deutschem Mist“.

Zu denken gibt mir auch die Tatsache, dass der Koordinator des Projekts im Hessischen Umweltministerium, nicht gewillt ist, Auskunft darüber zu geben, warum kein für ein solches Projekt vorgeschriebenes Hydrogeologisches Gutachten vorgelegt wird. Ebenso verweigert man die deutsche Übersetzung des Antrags an die EU zur Unterstützung des Projekts. Es gibt diesen Antrag nur in englischer Sprache - voller englischer Fachausdrücke.

Die schriftliche Begründung für die Verweigerung der Übersetzung (Herrn Dr. von Keitz, Hessisches Umweltministerium) sagt eigentlich alles: „zu teuer“.

Soviel zur Offenheit, zur Ehrlichkeit, zur Toleranz und zur gegenseitigen Rücksichtnahme.

Gert Gätke, 61276 Weilrod, 20.06.2017

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Hochinteressanter Leserbrief zu:

"Wassertourismuskonzept des Bundes"


Hallo PROLAHN,

wir wollen am 10.05.2017 zu unserer alljährlichen Bootstour starten, diesmal ist der südwestdeutsche Raum mit Luxemburg und Frankreich im Focus und wir planen am diesjährigen Skippertreffen in Nassau teilzunehmen.

Auf Eurer Seite fand ich einen Link zum "Wassertourismuskonzept des Bundes", was mich dazu veranlasst, einiges zu diesem "Werk" aus meiner Erfahrung zu bemerken, denn es hat den offensichtlichen Anschein, dass der oder die Verfasser wissentlich nicht richtig im Detail recherchiert haben und die Entscheidungsträger und Verantwortlichen für z. B. das "Blaue Band" und auch neuerdings, wie ich las, das EU-Projekt "Living Lahn" bewusst in eine Richtung zu bringen, nämlich das wirklich sehr schöne Wassersportrevier Lahn für den Wassersport in jeglicher Form zu schließen, bzw. massivst einzuschränken.

Als erstes ist die Widersprüchlichkeit in der Beurteilung der Flüsse bezügl. Bedeutung für den Tourismus zu nennen. - Mittlerweile ist die untere LEINE ja aus der "mittleren" Bedeutung herausgenommen worden - zu Recht, da auf ihr streckenweise aus Naturschutzgründen das Bootfahren ganz verboten ist, wie ich fernmündlich vom zuständigen WSA erfuhr.

Die ALLER hingegen wird mit der LAHN gleichgestellt, was für den geneigten Betrachter des Tourismuskonzeptes absolut nicht nachvollziehbar ist. Tatsächlich weist die ALLER 4 Schleusen auf, welche bewusst auf Verschleiß gefahren und bei dem nächsten großen Defekt wohl geschlossen und verfüllt werden sollen wie ich auch wiederum fernmündlich vom WSA erfuhr. Dafür hat sie viele Untiefen (Versandung) und wird nur in Celle und bei Verden von Fahrgastschiffen befahren. Die Strecke zwischen den beiden Städten weist keine touristischen Highlights auf wie etwa die LAHN, dafür nur plattes Land, einige Dörfer und Marktflecken mit größerem Abstand zum Fluss sowie die Heide am Talrand (und hier fast nur langweilige Kiefernforsten). Zwischen Verden und Celle wird sie nur wenig von Motorbooten befahren.

Ein Mitarbeiter beim zuständigen WSA, der auch die Lahn gut kennt und auch öfters bereist hat, sagte mir, dass die touristische Bedeutung der Aller nicht zu vergleichen sei mit derjenigen der Lahn; an manchen Tagen könne man die Lahn "trockenen Fußes überqueren; man brauche bloß über die Boote laufen..... und die Einstufung der LAHN als mittlere Bedeutung für den Tourismus wie die Aller, hat zur Verwunderung und Fragen selbst hier im Amt geführt".....

Wer mal mit dem Boot oder Auto nach Norddeutschland kommen sollte, sollte sich mal die Zeit nehmen und die Aller abfahren und in Augenschein nehmen. Aber auch die Google-Earth-Bilder sind - gut hochgezoomt - sehr aufschlussreich. Hierbei kann man gleich die Orte entlang der Aller mit erfassen, aber auch die begleitenden gliedernden und raumbildenden Landschaftselemente (Ufergehölze, breite Abschnitte, Nachbarschaft von Wäldern sowie die Anlagen der touristischen Infrastruktur). - Und dann die Google-Earth-Fotos der Lahn abfahren.......es spricht für sich.

Ich bin der Meinung, es muss massivst gegen eine solche Verzerrung in einem amtlichen Tourismuskonzept vorgegangen und eine Korrektur gefordert werden; diese Gleichbewertung erscheint mir fast vorsätzlich, zumindest aber fahrlässig und gaukelt den Entscheidungsträgern, die fast nie im Detail stecken, wie Eingangs erwähnt, ein falsche Bild der tatsächlichen Verhältnisse vor..

Herzliche Grüße aus Hannover und viel Erfolg beim weiteren Kampf zur Erhaltung der Lahn als Bundeswasserstraße.

H.-G. A. aus Bucholz-Kleefeld, 2. Mai 2017

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Leserbriefe zu:
Auch Fische möchten geschleust werden

WSA Mitteilung Nr. 8/2017 vom 31. März 2017

 

Liebe Bootsfahrer, lieber Herr Gätke,
warum diese (unnötige) Aufregung? Im Rahmen des LiLa Projektes wird lediglich übers Jahr - täglich 1/2 Stunde - benötigt, um herauszufinden, ob sich das Fischschleusenmanagement (FSM) für Wanderfische lohnt.

Nicht alle Fischarten können eine steile Fischtreppe bewältigen. Wie man längst festgestellt hat, nutzen deshalb Wanderfische - zusammen mit der Schiffahrt - gerne die bequemeren Schleusen. Somit käme den Schleusen eine Doppelfunktion zu. Das kann für Fische und Bootsfahrer von existenzieller Bedeutung sein, zumal die hohen Wehre nicht einfach beseitigt werden können.

Lassen Sie die Leute vom WSA in Ruhe ihre Arbeit machen, so lange, wie sie es für wichtig und richtig erachten. Vielleicht stellt sich heraus, dass die Schleusen eine bevorzugende Alternaive zu den Fischtreppen sind. Dann macht es doppelt Sinn die Schleusen funktionstüchtig zu erhalten. Und das kann den Bootsfahrern doch nur Recht sein!

Mit freundlichen Grüßen
Josef-W. F., Bad Ems, 18.04.2017

 

Was derzeit hier an der Lahn vom WSA praktiziert wird ist einfach nicht mehr nachvollziehbar.

Das WSA-Koblenz mit dem Slogan „Wir machen Schifffahrt möglich“ scheint immer wieder dafür sorgen zu wollen, dass das Gegenteil dieses Leitspruchs eintreten möge. Die ureigenste Identifikation des WSA wird ins Gegenteil umgekehrt. Die führenden Personen haben sich total den Interessen der Umwelt/Naturschützer unterworfen - sie scheinen schlicht und ergreifend ihre Identität verraten zu wollen. Obwohl - mir scheint, man definiert seine Identität inzwischen mit dem Spruch „Wie werde ich den unnützen Ballast Lahn los?“

Außerdem kommen Sie Ihrem grundsätzlichen –gesetzlichen- Auftrag, die Bundeswasserstraße Lahn in einem schiffbaren und sicheren Stand zu halten, nur noch begrenzt nach. Stichworte hierzu: Fehltiefenliste, Begrenzte Schleusen-Betriebszeiten, fehlende sichere Warteplätze vor den Schleusen, desolate Wehre, etc.
Um nicht falsch verstanden zu werden: wir Bootsfahrer haben nichts gegen Umwelt/Naturschutz - aber bitte nicht total gegen unsere Interessen. Auch wenn man sich das anderswo offensichtlich nicht so recht vorstellen kann, aber Umwelt/Naturschutz geht auch gemeinsam mit den Bootsfahrern. Die vorauseilende Gefälligkeit der Führung des WSA Koblenz gegenüber den Umwelt/Naturschützern -mündliche und schriftliche Aussage Frau Bodsch: Wir werden nichts zum Nutzen der Bootsfahrer tun, mit Ausnahme von sicherheitsrelevanten Dingen- ist an sich schon peinlich genug. Aber was jetzt an der Schleuse in Lahnstein im Zusammenhang mit dem Fischaufstieg abgeht, spottet wirklich jeder Beschreibung.

Aus dem Etat der EU stehen 15 Mio. Euro für das Projekt LiLa zur Verfügung. Da müsste es doch mit etwas gutem Willen möglich sein, auch einige Überstunden für einen Fisch–Fahrstuhl-Service -vor offiziellem Arbeitsbeginn- zu finanzieren. Dabei könnte man ja mal bei WSV, im Umweltministerium und im Verkehrsministerium darüber nachdenken, ob man nicht auf die nachgewiesen total uneffektiven Fischtreppen (Aussage Herr Klein, Angler-Chef) verzichtet. Dafür könnte man dann ja generell die Schleusen als Fischfahrstuhl nutzen. Dies wäre mit ein paar Überstunden, die auch noch von der EU bezahlt würden, wesentlich billiger. Aber da habe ich wenig Hoffung, beweißt der öffentliche Dienst und die Politik doch immer wieder seine Kontinuität im Irrtum.
Aber es ist ja nicht nur die Posse um die Sonderschleusungen. Auch die nur sehr schleppende Anbringung der beiden Warteplätze im UW der Schleusen Dausenau und Scheidt spricht eine deutliche Sprache - wie auch das Aufstellen des Anlegeverbot-Schilds in Nassau bei Lahn-Km 117,0. Ebenso gehört längst ein zweiter Bagger an die Lahn!! Die Fehltiefenliste spricht doch eine deutliche Sprache.

Der geneigt Beobachter stellt sich dabei die Frage: Warum tun die Leute in den Führungsetagen von GDWS, WSV und WSA dies? Warum senden Sie den Bootsfahrern diese negativen Signale? Die Antwort ist ganz einfach: weil sie es können! Man kann ja auch ohne jegliche Angst vor einer Regressverpflichtung so arbeiten. Warum auch nicht, wer will es der Führung dieser Behörden denn verübeln, es kann Ihnen ja Dank des Beamtentums, bzw. der Anstellung im Öffentlichen Dienst, nichts passieren! Warum also sich viel Mühe machen, und versuchen, für alle Beteiligten annehmbare Kompromisse zu erreichen - oder aber wenigstens mit offenen Karten zu spielen. Es ist doch viel einfacher, nach der vorgegeben Festlegung durch vorgesetzte Behörden zu agieren. Ist im Zweifelsfall ja auch viel effektiver für den weiteren Berufsweg.

In diesem Zusammenhang fällt mir ein ganz böser Spruch ein: „Was ist der Unterschied zwischen einer Wirbelsäule und einem Rückgrat? Eine Wirbelsäule hat jeder ….! „

Gert Gätke 61276 Weilrod, 10.04.2017

 

Ich kann diese Verfahrensweise nicht nachvollziehen! Diese Maßnahme ist kontraproduktiv für den Wassersport-Tourismus! Warum soll es zu Behinderungen kommen! Lösung: Diese Schleusenmaßnahme eine halbe Stunde vor der Schleusenzeit durchführen! Dann sind Behinderungen ausgeschlossen! So auf jeden Fall nicht nachvollziehbar! Diese Maßnahme geht einzig in diesem Zeitfenster gegen den Wassersport!

A. A. B., Koblenz, 05.04.2017


Neuer Schleusenbeginn an der Schleuse Lahnstein: 10:30 Uhr, damit Fische (!) schon ab 10:00 Uhr, mit Arbeitsgebinn der Schleusenmeister, vorrangig geschleust werden?

Ist das ein verfrühter April-Scherz?

Statt sich mit der Wanderlust der Fische zu beschäftigen, sollten sich die Damen und Herren des WSA um die Versandungen zwischen Lahn-km 70 und Lahn-km 137 kümmern! Siehe elwis-Fehtiefenliste bzw. Warnung von heute. Das macht Sinn!

Bernd A., Lahnstein, 31.03.2017

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Leserbriefe zu Unsinniges und Unwahres

... Möglicherweise ist die "Nassauische" meinungsmäßig fest in "Anglerhand". Ähnlich ist es auch hier. Da wird schon mal ganzseitig über die "Säuberungsaktionen" dieser Gutmenschen im Frühjahr berichtet (und dem einfachen Volk ein schlechtes Gewissen eingeredet) - aber kein Wort über die massiven Störungen der Brutvögel verloren.

Ansonsten würde man der Redaktion massiv und aggressiv "die Bude einrennen" und den Politikern mit Stimmverlusten drohen, - postfaktisches Zeitalter halt. Wir sollten das einfach gelassen zur Kenntnis nehmen und uns eine Meinung bilden von der "Ausgewogenheit und Unabhängigkeit" des Blattes.

Sigfried. S., Weilburg, 19.03.2017

Zum Leserbrief von Achim Waldherr "Wer setzt sich für den Schutz der Lahn ein?" am 16.02.2017.

Man kann natürlich immer noch etwas besser machen, nur sollte man nicht alles nur negativ sehen und auch das wiederholen von Argumenten macht diese nicht besser.

Ich kenne die Lahn nun seit vielen Jahren, und ihr Zustand hat sich drastisch verbessert, Haben wir doch in den 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts oft das Rudertraining abbrechen müssen, weil der Gestank des Wassers und die Schaumberge unerträglich wurden. Ältere Limburger kennen sicher noch den offenen Rohrbach auf der Schiede und seinen Gestank. Die eingeleiteten Abwässer werden heute in erheblich größerem Umfang und wesentlich besser gereinigt wie früher. Sollte man auch einmal positiv erwähnen.

Und immer wieder die Boote! Natürlich gibts überall Menschen - nicht nur auf und am Wasser -, die sich über Regeln hinwegsetzen. Aber man kann doch nicht die Mehrheit an Einzelnen messen und für deren Fehlverhalten kollektiv bestrafen. Natürlich macht ein kleines Boot bei 12 km/h mehr Wellen wie ein großes, aber die meisten fahren eben auch langsamer.
Die meisten Motorbootfahrer an der Lahn suchen die Natur und achten sie; wer rasen will, fährt auf Rhein oder Mosel. Die 3 auf der Lahn eingesetzten Hausboote können sowieso nur langsam fahren und die meisten Mieter sind begeistert von Ruhe und Natur auf und an der Lahn und halten die Regeln ein. Die wollen nicht die "Post abgehen lassen", die suchen Ruhe und Erholung! Und viele kommen wieder und fördern so die heimische Wirtschaft. Interessanterweise sind viele Schweizer dabei, die doch eigentlich genug Natur zu Hause haben.

Wer es nicht glaubt, sollte es einfach mal ausprobieren: Eine Woche mit dem Boot auf der Lahn sind erholsamer wie eine 14 tägige Flugreise ans andere Ende der Welt - und viel schonender für die Natur. Oder sollen sich die Mernschen nicht mehr in ihrer Heimat erholen dürfen? Und die Hauptlaichzeit der Fische ist doch vorbei, wenn die Bootssaison richtig beginnt. Allerdings gibts in der Laichzeit oft Hochwasser, was für den Laich dann auch nicht unbedingt günstig ist.

Ewald Wewer, Eschhofen, 18.03.2017

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Thema: Lahn bleibt Bundeswasserstraße!

.... ich bin mir nicht sicher, ob die Herren Politiker wissen, um was es bei dem Stichwort WRRL, Blaues Band, LiLa-Projekt wirklich geht. Wenn überhaupt, dann werden sie es nach der Bundestagswahl im September garaniert wieder vergessen haben.

Rosalinde M. Bad Ems
15.02.2017


Artikel in der heutigen Rhein Lahn Zeitung. (14.02.2017)
Lahn wird zum Pilotprojekt" > hier zum Download

Ehrlich, ich bin über unsere Politiker erschüttert. Das was Herr Dr. Nick (CDU) hier zum Besten gibt, ist schon lange bekannt und passt vom Inhalt und Tenor in die gleiche Rubrik, wie der Brief von Herrn Pilger (MdB-SPD). Einlullen und Selbstzufriedenheit.

Was wird mit der Lahn? Das weitere Vorgehen wird auch hier nicht propagiert, weil es letztendlich nicht interessiert.
Wenn man beide Pilger und Nick im Detail fragen würde, was steht in den Programmen vom Blauen Band und dem Lila-Projekt, wie sieht der Fahrplan aus? usw., bekäme man wie üblich nichtssagende Antworten, weil die Herren sich nicht wirklich informiert haben.
Wahlen stehen an. Es geht nur um eine Wiederwahl und Postensicherung. Dafür verteilt man Positives in der Presse und das war es.

Georg W., Niederlahnstein
14.02.2017


Was sind das denn für Antworten und Fragen von Herrn Weiland, wer u.  a. für die Unterhaltung einer Bundeswasserstraße zuständig sei und  welche Bestimmungen?
Dies ist ganz klar im GG festgelegt, wer für die Bundeswasserstraßen  zuständig ist und somit auch für die Lahn!

Ich vermisse eindeutige Aussagen von Seiten der Politik, was man 
gedenkt zukünftig weiter zu unternehmen, leider mal wieder 
Fehlanzeige, dafür ergießt sich ein Herr Göller in Selbstzufriedenheit  und das Thema Lahn ist somit erste einmal bei der SPD ad acta gelegt.  Mal abgesehen, das man von den anderen politischen Parteien ebenfalls  nichts greifbares erfährt.
Dies ist ein Denkfehler, es ist eine trügerische Ruhe, denn im 
Hintergrund wird weiter im Sinne des Blauen Bandes und des Projektes LiLa Lahn (Living Lahn) an der Lahn und den Nebenwasserstraßen  gearbeitet und da gilt es, nicht nur von den Betroffenen und Anrainer  sondern insbesondere auch von der Politik wachsam und kritisch zu sein  und dazu fehlen mir gelinde gesagt die eindeutigen Bekenntnisse der  Politik.

T. H., Koblenz
13.02.2017



Ich frage mich, woher kommt dieser plötzliche Sinneswandel? Hängt das mit dem Wahljahr 2017 zusammen? Wie sehen und bewerten die Akteure der WRRL und dem LiLa-Projekt die Aussagen von Herrn Pilgers und vor allem von Herrn Ferlemann? Warum war bisher niemand - trotz mehrmaligen Nachfragens - aus dem BMVI bereit, eine solch "klare" Aussage zu treffen?

Heinz Scheyer
10.02.2017

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HR-Fernsehen: Erlebnisse entlang der Lahn!


Sehr geehrte Damen und Herren;

Der interessanten Stellungnahme von Herrn Hagenkötter kann noch folgendes hinzugefügt werden: Die sonnenexponierten Uferzonen der unteren Lahn sind unter anderem deshalb als Naturschutzgebiete ausgewiesen, weil sie realer und örtlich auch potenzieller Lebensraum der (neben Äskulapnatter) seltensten Schlange Deutschlands, nämlich der Würfelnatter sind. Die Art findet ansonsten nur an wenigen Stellen im Nahe- und Moseltal. Sie ist ungiftig, also für Mensch und Tier (Hunde etc.) absolut harmlos.
Diese Schlange ist wie keine andere auf die Flussnähe angewiesen und hier auf flache, kiesig-sandige Uferbänke und sonstige stark besonnte Plätze, die mit krautigen Horsten und Staudengruppen abwechseln. Desgleichen benötigt sie Steinwälle und -haufen als Deckungsraum. Wichtig für sie sind die typischen, an Baumstümpfen lagernden Hochwasser-Schwemmgut"geniste" aus Laub, Reisig und sonstigen organischen Materialien (die im Frühjahr von einigen Zeitgenossen zu gerne bei "Säuberungsaktionen" beseitigt werden...). Solche Haufen sind - ähnlich wie die Pferdemisthaufen für Ringel- und Äskulapnatter - die "Brutkästen" für den Nachwuchs.

Die Wärme liebende Würfelnatter ist ZWINGEND auf gut besonnte Uferstandorte angewiesen; Bei Störungen (z. B. durch den Menschen) würgt sie ihre erbeutete Nahrung wieder aus und flieht - und verschwindet irgendwann mal für immer... -
Was ihr NICHT BEKOMMT, sind voll deckende Ufergehölze mit "Waldinnenklima". Aus diesem Grund haben die Landschaftsbehörden auch keinerlei Einspruch erhoben, als im NSG diese Gehölze zurückgeschnitten oder gar gerodet wurden.

Der Schutz dieser Natter ist m. E. ein typischer Beleg dafür, wie stark bestimmte Maßnahmen der Kulturlandschaftspflege (hier: Unterhaltung einer alten Wasserstraße und Hochwasserschutz) mit dem Schutz seltenster Arten verzahnt sein können. Wir werden noch auf weitere Beispiele entlang der Lahn stoßen.
Und: ein guter Skipper freut sich über das Vorkommen einer so tollen Rarität und betritt an solchen Stellen nie das Ufer. Aber Ihr dürft Euch Gedanken machen, wenn dort andere Leute anzutreffen sind. Es darf dann auch ein Foto gemacht werden...

Herzliche Grüße
Ralf Schneider, Amöneburg
08.02.2017


Sehr geehrte Damen und Herren; liebe MitstreiterInnen;

die positive Resonanz von ProLahn auf den HR-Beitrag ist erfreulich. Allerdings wird mit einem gewissen (verständlichen!) Bedauern festgestellt, dass "nur" der hessische Flussabschnitt, also die sog. "Oberlahn" vom HR intensiver behandelt wurde. Hierzu möchte ich folgendes anmerken:
Es ist zwar gut nachvollziehbar, dass sich die Hauptklientel der Lahnschifffahrt auf den voll kanalisierten Abschnitt der unteren Lahn und seinen Erhalt als Bundeswasserstraße konzentriert, weil dieser Flussabschnitt natürlich die größte Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten bietet. -- Wenn man jedoch bedenkt, dass jede Vereinigung darauf angewiesen ist, auch den "Nachwuchs" für ihre Sache zu gewinnen/zu begeistern, dann ist die Bedeutung der "Oberlahn" nicht hoch genug einzuschätzen. Denn dieser lange, abwechslungsreiche und durch frei fließende Strömungsbereiche gekennzeichnete Flussabschnitt ist es, auf dem sich das "junge Leben" abspielt: Jugendgruppen, Klassenfahrten, Sportvereine oder einfach nur Eltern mit ihren Kindern. Dort wird zum ersten Male "Lahnluft geschnuppert"; dort reifen die Träume heran, eines Tages selber mal ein Boot oder gar eine Motoryacht zu besitzen oder gar selber zu bauen. Es ist beeindruckend, wie stark die Oberlahn an schönen Wochenenden oder in den Ferien frequentiert wird! Etwa ab Limburg wird die Kanu-Dichte geringer, weil dann durchgehend - oft gegen den "Lubentius-Bergwind" gepaddelt werden muss. Ich habe einige Beispiele selber erlebt, wo solche Erstfahrten mit Kanu oder Schlauchboot später zum Erwerb des Motorboot-führerscheins und dann eines Motorbootes geführt haben. Die größten Fans der Lahnschifffahrt haben mal auf der Oberlahn ihr "Praktikum" abgeleistet! --
Schließlich sollte die abschnittsweise, teils sehr rege Motorboot-Nutzung der Oberlahn in den Stauhaltungen mit berücksichtigt und bei "Renaturierungs"vorhaben dergestalt einbezogen werden, dass die Konfliktvermeidung mittels "intelligenter" Lösungsansätze ganz oben auf der Agenda steht. Zu erwähnen sind die Wasserskiclubs (Gießen, Wetzlar und Löhnberg), die Fahrgastschifffahrt (Marburg, Gießen, Weilburg und Runkel), aber auch zahllose Einzelbesitzer von Motorbooten. Denn immerhin finden sich dort auch lange durchgehende Stauhaltungssysteme (z. B. Wetzlar-Oberbiel; Stockhausen-Weilburg-Fürfurt), welche längere Ausflüge ermöglichen.

Da sich "Renaturierungen" nicht alleine auf die Fischfauna beschränken können und dürfen sondern auch die Auen - als "Amphibische Bestandteile des Flusslaufes" schon aus ornithologischen Gründen zwingend einbezogen werden müssen, ist auf die breiten Talsohlen der Oberlahn-Auen besonderes Augenmerk zu richten, da sie die größten Spielräume für ein konfliktarmes Nebeneinander von Naturschutz und Erholung bieten. Daher wird es im Interesse von ProLahn liegen, sich hier konstruktiv einzubringen, - alleine schon, um weiterhin die Oberlahn für den Skipper-Nachwuchs zu erhalten. --

Hingegen ein Beispiel für eine rigide und missverstandene "Renaturierung": Geht man davon aus, dass die Befahrung der Oberlahn nie ganz unterbunden werden kann (das wäre geradezu unmenschlich bis asozial!), - was würde passieren, wenn die Schleusen der Oberlahn stillgelegt würden? Dann wird ein Großteil der jugendlichen Bootfahrer ihre Kanus und Kajaks kurzerhand über die flachen Streichwehre ziehen und im seichten Unterwasser ihre Fahrt fortsetzen. Dort befinden sich aber die wichtigsten Jungfischbereiche der "Kieslaicher" - und, auf den Kiesbänken, die einzigen Brutplätze des Flussregenpfeifers, die bis dato dort ihre Ruhe hatten. - Resultat: Das wär's dann mit diesen bedrohten Arten gewesen! - Da bei Planungen keine Garantie dafür besteht, dass stets nur die "hellsten Kerzen auf der Torte" zum Einsatz kommen, sollten wir sehr gut aufpassen, dass der Aspekt der Konfliktminimierung nicht zu Gunsten einer völlig einseitigen Betrachtungsweise zu kurz kommt.

Nun ist noch zu hoffen, dass auch der SWR bald mit einem schönen Beitrag - diesmal über die Unterlahn - aufwarten wird.

Herzliche Grüße
Ralf Schneider, Amöneburg
06.02.2017

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Hallo zusammen,

hab' eben die TV-Doku über die Lahn gesehen – das ist ja alles noch viel schöner als ich es mir vorgestellt hatte. Was für eine Schande das wäre, wenn die Pläne des Bundes gelängen!

Das Hausboot von Herrn Laux könnte mir auch gefallen, und erst recht mit Solardach und E-Antireb :-)

Herzliche Grüße,
Hartmut Ginnow-Merkert
30.01.2017

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Für die Lahn ist kein Geld da?

Für untaugliches Kriegsgerät werden Millarden ausgegeben, damit sich Deutschland in Mali als Retter der Welt zeigen kann. (Siehe Sendung Fakt ZDF von gestern). Im Inland fehlt es an Geld, um die Lahn als schiffbare Wasserstraße zu Erhalten. Dringende Reparaturen an den Wehren Hollerich und Nassau werden aufgeschoben. Für neue, unnütze Kanu-Umtragestellen und Fischtreppen ist wiederum Geld da. Das verstehe wer will!
Im nächsten Jahr sind Wahlen. Wir brauchen dringend einen Politikwechsel, damit Blaues Band, Wasserrahmenrichtlinie und das Projekt Living Lahn gestoppt werden.

Georg Wahler aus L.
30.11.2016
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Hallo Deutschland!

Wenn ihr Sesselp.......r in euren Amtsstuben die Nebenwasserstraßen nicht mehr wollt, verkauft sie an die Holländer! Die machen was daraus!
Das ist doch mal ein Vorschlag, der allen nutzt! Oder?

E. K. v. d.L
28.11.2016
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Nievern

Nievern

Guten Morgen zusammen,

anbei ein Bild und ein Artikel aus der heutigen Ausgabe der Rhein-Lahn-Zeitung, der mich sichtlich verwundert.

Auch wenn man manche Maßnahmen und Arbeiten des WSA Koblenz/Diez manchmal hinterfragen muss, muss man diesmal eine Lanze für das WSA brechen, denn hier geht es um die Interessenlage zum Wohle aller Lahnanrainer.
Die massive Kritik eines Anwohners in NIevern, mit seinen sehr fragwürdigen Argumenten, ist für mich nicht nachvollziehbar.

1.Nist- und Brutplätze sind bis zum Frühjahr ausreichend nachgewachsen und im übrigen, die Vögel suchen und finden immer Nist- und Brutgelegenheiten.

2. Was soll die Aussage, "die Forellen haben sich hier wieder endlich verbreitet". Die werden auch weiterhin dort bleiben ob mit oder ohne Rückschnitt, denn die Wasserqualität und die
Fließgeschwindigkeit dürften stimmen, erst recht nach dem Rückschnitt im Wasserbereich.

3. "Beliebtes Ausflugsziel der Angler", Angler gehen dort hin, wo der Fisch steht, unabhängig ob es dort schön ist oder nicht, das interessiert diese nicht, Hauptsache der Fisch steht dort und dies wird er auch weiterhin tun. Nicht umsonst sieht man Angler in Häfen, an Kraftwerksaustritten usw. - warum wohl?

4. "Nicht ausreichend von den Behörden informiert und ein Naturschutzgebiet wurde zerstört".
In der Regel werden solche Arbeiten über die Tagesblätter die an die Haushalte verteilt werden, veröffentlicht, das ist absolut normal und ausreichend. Sollte man dann noch mehr Informationen wünschen, so muss man sich selbst darum bemühen, denn es gibt auch eine gewisse Holschuld, der jeder Bürger in gewissem Maße
auch selbst unterliegt.

Das Naturschutzgebiet wurde nicht zerstört, es wurde so angepasst, dass die Hochwassergefahr für die Anrainer minimiert wird, d. h. mögliche monitäre Schäden aber u. U. auch direkte Personenschäden wurden somit reduziert: Dies vergisst der besagte Anwohner. Würde er direkt im Hochwassergebiet wohnen, hätte er sich im umgekehrten Falle über den Wildwuchs beschwert und mit Sicherheit seine möglichen zu erwartenden Schäden im Hochwasserfall aufgelistet.

Im übrigen müssen solche Maßnahmen fast immer mit der oberen Naturschutzbehörde abgestimmt werden, dies ist geschehen und somit wurde die Berücksichtigung des Naturschutzes voll Rechnung getragen, d. h. das Naturschutzgebiet ist nicht zerstört.

Anmerkung: Derzeit finden an der Bundesstraße aus Lahnstein in Richtung Bad Ems (auch im Bereich Nievern) Baumfällarbeiten usw. statt, damit für die kommende Zeit keine Gefahr durch Astbruch für den Straßenverkehr ausgeht. Hier beschwert sich niemand darüber, dass man Lebensraum für Vögel, Kleinlebewesen abholzt, obwohl dies auf der gleichen Weise publiziert wird, wie die oben geschilderte Maßnahme.

Bei allem Verständnis für den Naturschutz (den auch ich unterstütze), sehe ich die Maßnahme des WSA als absolut für notwendig an, um mögliche Schäden aus bevorstehenden Hochwässern bis nach Lahnstein hin für Mensch und Umwelt abzuschwächen und diese zu schützen.

Mein persönlicher Schluss, hier wird wieder u. a. Wallung in Richtung Lahn gemacht um einen möglichen Rückbau der Lahn zu unterstützen (Living Lahn lässt grüßen ?)
Denn die Aussagen des Nieveners Bürgers sind keine Argumente, da sie nicht mit Fakten hinterlegt sind, sondern reine, emotionale Aussagen.

Toni Hagenkötter, Lahnstein, 25.10.2016

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Bootsanleger

Anlegestellen für Sportboote in Frankreich

Guten Abend zusammen,

vergangene Woche hatte ich beruflich in Auxerre/Frankreich an der schönen Yvonne zu tun.

Bei einem nachmittäglichen Rundgang an der Yvonne fand ich die in Bildern beigefügten Anlegestellen mit Versorgungsblock für Sportboote. Ich bin bald vom Hocker gefallen, eingedenk der Krücken die wir z. T. an der Lahn haben.

Wie man mir berichtete, wurden und werden diese Anlagen von dem französichen Part unseres WSA installiert und unterhalten. Inwieweit hier Gebühren erhoben werden, konnte ich nicht ermitteln.
Zum Vergleich: In fast jedem Ort in Frankreich befinden sich kostenfreie Stellplätze für Wohnmobile mit z. T. Ver- und Entsorgungseinrichtungen und auch z. T. mit kostenlosem Stromanschluß, deshalb vermute ich, dass die Boote ebenso zuvorkommend behandelt werden wie die Wohnmobilisten.

Auf alle Fälle fand ich diese Steganlage von der Konstruktion und vom Aussehen her sehr bemerkenswert. Die seinerzeitige Feststellung von Herrn Straßburger (Redakteur von Boote),
lehnte einst einen Fahrtenbericht über die Lahn ab, weil man sich mit der vorgefundenen Infrastruktur an der Lahn wie in der DDR vor der Wende zurückversetzt fühle, wäre mit solchen Stegen at acta.

Noch einen schönen Abend.wünscht
Toni Hagenkötter, Lahnstein
06.10.2016

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Dausenau Lahn

Moin, moin,

gestern waren meine Frau Christel und ich in Dausenau, um ein noch fehlendes Foto für unser "Lahn-Buch" zu schießen.

Dabei haben wir das Trauerspiel (siehe beigefügte Fotos) zur Kenntnis nehmen müssen: Alles vom feinsten: Edelstahl-Bänke, Edelstahl-Geländer, Edelstahl-Papierkörbe, schönes Mauerwerk und eine Treppe zur Lahn, für die sich auch Bayreuth nicht schämen würde.

Und dann der Paukenschlag: Alle Stege zurückgebaut!!

Hier traut sich keiner mehr anzulegen. Wie kann die Gemeinde Dausenau  - die ja PROLAHN-Mitglied ist- so etwas machen?

Setzt sich das destruktive Verhalten von Bad Ems jetzt auch in den Ortsteilen fort? Oder aber ist der jetzige Zustand nur die Vorstufe zum nächsten Schritt, der total neuen Einrichtung der Stege mit Pollern, Geländern, Querbrettern, etc.?

Mit freundlichen Grüßen
Gert Gätke, Weilroth, 09.09.2016

 

Ergänzung der Redaktion:

Laut Herrn Klaus Ferdinand, Mitglied im Gemeinderat von Dausenau, bleiben die Anlegestege weiter bestehen und werden in Kürze so hergerichtet, dass Boote in unterschiedlichen Größen bequem anlegen können. In Zukunft gehören die Stege der Ortsgemeinde und sind für Gäste mit Boot gebührenfrei.

13.09.2016

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Schöne Grüße von einem Käskopp!

Ich war Ende August zum ersten Mal mit meinem 12 Meter-Boot, Frau, Tochter und Sohn auf der Lahn unterwegs. Euer Prospekt hat mich an die Lahn gelockt.

Wisst ihr Deutschen eigentlich, was für einen tollen Fluss ihr mitten in Deutschland habt? Die Lahn ist ein Kleinod von besonderer Qualität. Doch mir scheint, Ihr braven, korrekten, immer fleißigen Deutschen merkt vor lauter Arbeit nichts davon. Ich glaube Eure Städte und Gemeinden verschlafen schon seit Jahren die tollsten Möglichkeiten an diesem herrlichen Fluss.

Gerne hätte ich in Bad Ems angelegt, um mir den berühmten Blumenkorso anzuschauen. Doch entlang der total leeren Uferpromenade waren zwar schmale Betonstege zu sehen, doch anlegen konnte ich bei der geringen Wassertiefe leider nicht. Nur einige wenige Steine verhinderten das. Außerdem war mir nicht klar, ob ich hier anlegen darf. Kein Schild, nichts! Also bin ich weiter gefahren, wie vermutlich viele andere Schiffer auch?

bad ems

Für eine bekannte Kurstadt ist das kein gutes Bild. In einem halben Tag, mit Druckstrahler ausgestattet, würden die Stege samt Mauer und Uferpromade wieder gut aussehen und die paar Steine wären mit einem Greifer schnell beiseitegeschafft. Ein Schild "Gaststeg" oder "FREI" würde Besuchern zeigen, dass man in Bad Ems willkommen ist. Oder wollt Ihr in Bad Ems keine Gäste haben?

dausenau

In nächsten Ort Dausenau bot sich uns ein ähnlich trauriges Bild: unbrauchbare Betonstege entlang einer tollen Uferkulisse. Doch auch hier konnten wir nicht anlegen, weil die Stege noch nicht fertig oder vielleicht sogar, wie ich vermute, zurückgebaut waren. Dabei wäre es hier mit einfachen Mitteln leicht möglich, sehr gute Anlegemöglichkeiten für Boote zu erschaffen.

limburg

Die rühmliche Domstadt Limburg setzte meiner Enttäuschung die Krone auf. "Bootsanleger der Stadt Limburg" steht groß auf dem Schild. Doch nur ein schmaler Steg für Kanus ist vorhanden. Bei der Steganlage des Nauticklubs, 200 Meter weiter, darf man nur quer zur Strömung anlegen, was mir mit meinem 12 m-Schiff nur schwer möglich war. Also bin ich weiter gefahren und habe vor der Schleuse einen Übernachtungsplatz gefunden.

So einen schönen Fluss, der durch ein tiefes Tal fließt, haben wir leider in Holland nicht. Wir Holländer würden damit etwas Gutes anzufangen wissen. Warum macht ihr Deutschen nicht mehr aus der Lahn? Habt ihr keinen Mut, keine Lust oder was ist mit Euch los? Ich werde irgendwann wiederkommen und sehen, ob ihr endlich wach geworden seid!

Anouk Gorosics, Schiedam, Niederlande, 01.09.2016
Anbei drei Fotos zu meinem Kommentar

 

Kommentare zu diesem Leserbrief an PROLAHN:


.. ich bin etwas überrascht, was Sie so berichtet bekommen. Es wurde nie über einen Rückbau der Anlegestellen gesprochen, oder ein entsprechender Beschluss gefasst. Bezüglich der, oder besser gesagt des Leserbriefes möchte ich folgende Anmerkung machen :

Es wundert mich, dass andere Bootsführer (ebenfalls mit großen Booten) anscheinend keine Probleme haben in Dausenau anzulegen. Dies konnte ich im diesem Sommer sehr gut aus meinem Dienstzimmer beobachten.

Mit freundlichen Grüßen
Jochen Schneider, Bürgermeister von Dausenau, 19.09.2016


Dem "Käskopp" gebe ich in vollem Umfang Recht.

Ich habe jetzt einen holländischen Investor für unseren Campingplatz. Er hat hier sehr viel vor. Aber bereits im Anfangsstadium läuft Problem nach Problem auf. Unsere Behörden finden immer einen Grund, warum etwas nicht geht. Vieles haben wir jetzt mit in unserem Bebauungsplan, der viel Zeit, Arbeit, Geld und Kraft gekostet hat, regeln können. Weiteres werden wir planen (wozu auch Anlegemöglichkeiten gehören) und hoffe die auch durchsetzen können. Man braucht einen langen Atem.

Es grüßt Sie Dieter Görg
Bürgermeister von Fachbach, 06.09.2016



... der Mann spricht mir aus dem Herzen. Vielen Dank für die Information und liebe Grüße aus Obernhof. Ich hoffe immer noch, dass wir es mal besser machen werden. Jedenfalls sind wir am planen.

Karl Friedrich Merz (Bürgermeister von Obernhof) 05.09.2016

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Schönen guten Tag!

Wenn ich so zurückschaue, hatten meine Familie, Freunde und auch ich selbst eine schöne Zeit auf dem Wasser der Lahn. Das erste (kleine) Boot, die benötigten Führerscheine, den Kontakt mit Gleichgesinnten.

Wie so oft im Leben werden diese Erinnerungen auch etwas getrübt von den Erlebnissen mit negativen Vorzeichen. Zurückblickend fallen einem dann Dinge auf, welche erst unwesentlich erscheinen, ja auch unbedeutend, doch für die Entwicklung der Lahn nicht unwesentlich sind. Denn das alles bekommt man nicht umsonst (kostenlos). Und um die nötige Infrastruktur, sprich Schleusen und Wehre in Stand zu halten, sind enorme Kosten aufzubringen. Als junger, unerfahrener Mensch macht man sich erst keine Gedanken über solch belanglose Dinge bzw. hat angesichts der übergroß erscheinenden Zahlen keinen Überblick dafür, wie das alles verdient werden kann. Und jetzt 30 Jahre später ist dieses erst komplexe Gebilde von Zahlen, damals in DM, heute in EURO beziffert viel besser zu verstehen. Und es wird mir immer klarer, dass die Finanzierung der Lahn und nicht zuletzt die Interessen der Lahn-Anrainer durchaus auch für die Zukunft realisierbar ist.

Alle Interessengruppen, ob Skipper, Angler, oder Naturschutz können zu einem gemeinsamen Nenner finden, wenn denn der Wille dazu vorhanden ist. Doch ich stelle immer wieder fest, dass bei manchen Menschen der Egoismus so stark ausgeprägt ist, dass diese Spezi nicht mit anderen Menschen zusammenleben können, ja auf Dauer eigentlich nur auf einer einsamen Insel (ganz allein) vor sich hin leben kann. Aber weil sie nicht so einsam leben wollen, wird vehement versucht, alle anderen Mitmenschen den eigenen egoistischen Gedanken aufzuzwingen.

Dann gibt es auch noch eine andere Seite, welche durch Unfähigkeit in ihrem Beruf, verkorkste Sparvorstellungen umzusetzen versucht. Politiker, die sich in dieser hoch sensiblen Welt, nämlich des Führens und Leiten eines Staates bzw. einzelner Regionen schwer tun, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Statt dessen werden ganze Landstriche kulturell und auch wie hier an der Lahn wirtschaftlich zu Grunde gerichtet. So wird, ja es sieht ganz danach aus, die Lahn als Wasserschifffahrtsstraße vorsätzlich kaputtgeredet.

Nach etwa 10 Jahre ohne eigenes Boot, bin ich nun seit gut 12 Wochen unterwegs, und suche das für mich geeignete Wasserfahrzeug. Dabei war ich auch sehr viel bei unseren Nachbarn in den Niederlanden unterwegs. In dieser Zeit wurde auch das Thema Lahn besprochen und ich musste immer wieder hören, dass die Lahn doch nicht mehr schiffbar sei, ja einige behaupteten sogar, alle Schleusen sind bereits außer Betrieb. Natürlich kommen bei solchen Nachrichten keine Touristen an die Lahn. Natürlich sind dann die gezählten Schleusungen seit Jahren am zurück gehen. Und natürlich haben dann alle Geschäfte, welche auf Tourismus aufgebaut sind, einen entsprechenden Rückgang ihrer Umsätze zu verzeichnen. Natürlich ist dann diese Situation für die negativ geladenen Anrainer der Lahn wie „Wasser auf die Mühle“. So kann dann leicht behauptet werden, die Schifffahrt bringt zu wenig Einnahmen. In dieser Situation kam ich mir schon wie der „Botschafter der Lahn“ vor. Und alle Holländer mit denen ich Kontakt hatte staunten nicht schlecht, wenn ich nachdrücklich betonte, wie die Situation an der Lahn aussieht. Dabei bekam ich bereits Fransen an den Mund, so oft musste ich wiederholen, dass die Lahn nach wie vor schiffbar ist und die Schleusen alle in Betrieb sind.

Nicht nur die zuletzt geschilderten Erlebnisse werden dann systematisch dafür genutzt, unsere Lahn kaputt zu reden. Wenn ich an die letzten 30 Jahre Sportschifffahrt denke, wird mir so richtig bewusst, wie man auch sonst noch die Schifffahrt und den damit verbundenen Tourismus zerstören kann.

Gruß Udo Türmer, Bootshafen Balduinstein, 13.08.2016

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Was für Akteure sitzen für uns Bürger
in der Europäischen Union?
!

Im Pfälzerwald sind drei Luchse aus der Slowakei freigelassen worden. Durch die Aktion am letzten Samstag soll die größte Katze Europas (nach 500 Jahren ohne) wieder in Rheinland-Pfalz angesiedelt werden. Ich habe nichts gegen Luchse und eine Neuansiedelung - nur: Das EU-Projekt kostet 2,7 Millionen Euro und wird zur Hälfte von der Europäischen Union und die andere Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz finanziert - also von uns Steuerzahlern!. Kritiker sagen, das Geld hätte man an anderer Stelle weit sinnvoller verwenden können.

Die Akteure bei der EU in Brüssel haben sich - koste was es wolle - medienträchtig dem Umwelt- und Naturschutz verschrieben. Dazu gehört auch das Projekt "Blaues Band", bei dem die Lahn zum Pilotprojekt erklärt wurde. Ziel des Projektes ist es, die Lahn wieder in ihren Ursprung, wie vor 1.000 Jahren zu einem Bach zurückzubauen. Schleusen und Wehre sollen weg, damit Lachse und Aale freie Bahn von Lahnstein bis zur Quelle haben. Durchgängigkeit ist das Stichwort.

Welche Akteure in der EU (und anderswo) lassen sich einen solchen Schwachsinn einfallen? Wer soll den Rückbau bezahlen? Wie lange würde eine Renaturierung brauchen? Welche Folgen hätte das für Mensch und Umwelt in der Region?

Ich glaube, darüber machen sich die Akteure in der EU keinerlei Gedanken. Warum auch? Weltfremd - fern von jedem echten Empfinden für die Natur - klammern sich die Akteure an ihren Schreibtisch, damit die Sessel für Jahre gut gewärmt und in der noch verbleibenden Amtszeit die stolzen Gehälter und später die Pensionen gesichert sind.

Im September 2017 sind Bundestagswahlen und irgendwann stehen wieder Wahlen zur EU an. Dann werden wir Bürger diesesmal ganz genau hinschauen, wen wir als unsere Bürgerverterter und Akteure wollen.

A. K. aus C, 11.08.2016

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Sehr geehrte Damen und Herren,

zu allererst muss ich einem Passus im Leserbrief von "H. M. aus B, 03.08.2016" entschieden wiedersprechen, es geht um den Satz "... Längst hat sie sich mit Naturschützern, Kanufahrern und Anglern verbündet..."

Dem ist nicht so!! Ich bin Angler, Sportbootfahrer und ganz nebenher noch Fischereiaufseher im Bereich Lahnstein und kenne die Materie im Bereich Lahnstein schon ein bisschen.

Hier wurden in den vergangen Jahren einige Bootsstege zusätzlich angelegt und Angler teilweise massiv von Sportbootbesitzern angegangen, weil sie von ihrem Uferbetretungsrecht Gebrauch gemacht haben. Auf gut deutsch: hier haben Sportbootfahrer unberechtigter Weise Angler vom Ufer verwiesen die noch nicht einmal an oder zwischen den Booten fischen wollten, sondern lediglich an diesen vorbei gehen wollten, um zu ihrem Angelplatz oberhalb zu kommen.

Teilweise wurde ein Uferstück mit einem Zaun abgesperrt, so das Angler nicht mehr zu ihren Plätzen kamen. Die Sportbootfahrer haben wohl einen Steg gemietet, nicht aber das Ufer!!

Auch wir Angler wurden in den letzten Jahren seitens des WSA eingeschränkt, sei es durch mehr Bootsstege, den Kanubetrieb und den Radweg. Auch dürfen wir eine Strecke nicht mehr mit dem Boot befahren und mussten die Liegeplätze an unserem eigenen Campingplatz entfernen - wobei Zeitgleich neue Stege weiter unten genehmigt wurden.

Auch kam es des Öfteren zu Problemen mit Sportbootfahrern die zu schnell und/oder zu dicht am Ufer entlang fahren. Ergo: es gibt auf beiden Seiten schwarze Schafe.

Was uns nicht hilft, ist gegenseitig aufeinander rumzuhacken!!! Die Angler sind genauso betroffen wie die Sportbootkapitäne und deswegen müssen wir gemeinsam schauen wie man die Sache anpackt. Und wenn (aus welchen Gründen auch immer) die organisierten Angelvereine/-verbände bzw. Organisationen nicht an den Treffen teilnehmen wollen/können: macht die Einladung öffentlich, ein paar Angler finden sich bestimmt um gemeinsam mit euch für eine Lahn zu kämpfen die für uns alle gut ist!

Eine komplett renaturierte Lahn ist in der heutigen Zeit Utopisch und bringt weder den Anglern, noch den Sportbootkapitänen noch dem Fremdenverkehr etwas. Nur gemeinsam sind wir stark und können etwas bewegen.

Mit freundlichen Grüßen,
Jens Breer
Sankt Sebastian, 03.08.2016


Kommentar:

Guten Tag lieber Herr Breer,

vielen Dank für Ihren Leserbrief! Es ist immer wichtig und gut beide Seiten zu hören. Wir von PROLAHN sind daran interessiert, zusammen mit den Anglern und anderen Interessengruppen, eine einvernehmliche Lösung für den Erhalt der Lahn als schiffbare Bundeswasserstraße zu finden.

In diesem Sinne herzliche Grüße
Heinz Scheyer
PROLAHN

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Schluss mit Nettigkeiten!

Die Bemerkung eines höheren Mitarbeiters der WSV am Rande des Symposiums in Nassau an der Lahn geht mir nicht aus dem Kopf. "Ihr seid viel zu brav, ihr müsst viel mehr fordern!"

Recht hat er.

Der Bund ist seit Jahren konsequent dabei, die sozialen und kulturellen Errungenschaften unseres Landes auszuhöhlen, die Profite zu privatisieren und die Lasten der Allgemeinheit aufzubürden. Für die Profite der Tötungsindustrie rührt man aktiv an internationalen Konflikten mit, behauptet, mit noch mehr Waffen und Drohungsszenarien den Frieden erzwingen zu können, und überlässt den Bürgern die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen – Terrorismus und Flüchtlingswellen.

Die Schließung der "nur noch" touristischen Wasserwege ist dabei ein logisch nächster, wenn auch harmloserer Schritt.

Was der Bund gerade mit den Wasserrevieren veranstaltet, ist die Spaltung in Habende und Nichthabende. Die einen "dürfen" ihre Wasserreviere behalten, wenn sie sie dem Bund abnehmen. Die anderen bekommen ein "Blaues Band" aufgepfropft, das in seiner Radikalität seinesgleichen sucht. Längst hat sich der Bund mit so genannten Umweltschützern verBÜNDet und versucht hier, Tatsachen zu schaffen, bevor noch die (konservative) Szene der Sportbootfahrer und Charterunternehmer sich zur Gegenwehr formieren. Der Vortrag von Mareike Bodsch, der kommissarischen Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes Koblenz, ist für alle Sportbootfahrer ein Schlag ins Gesicht. "Jeder muss ein bisschen abgeben…" Längst hat sie sich mit Naturschützern, Kanufahrern und Anglern verbündet. Die Mitarbeiter der WSV bangen dieweil um ihre Jobs. Die Sportbootfahrer bleiben außen vor.

Ich bin jetzt dafür, dass wir für solche Pläne auch etwas aufgeben, nämlich unsere bisherige Nettigkeit. Dass wir unsere Forderungen klarer als bisher zum Ausdruck bringen. Wenn wir das jetzt nicht tun, werden uns scheibchenweise die Wasserwege abgenommen. Wenn schon "Renaturierung", dann doch wenigstens konsequent: Weg mit den Dämmen und die alten Überflutungsgebiete wieder herstellen (was natürlich auch wiederum niemand will).

Ich mag den Ausdruck "Kante zeigen" nicht besonders, er ist mir zu abgedroschen, aber alle Nettigkeit wird nichts Positives mehr bewirken.

H. M. aus B, 03.08.2016

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Hallo Freunde und Liebhaber der Lahn,

bin gerade mit dem Schiff in Lemmer und total überrascht und mehr als nur begeistert wie die Sportschifffahrt hier funktioniert und betrieben wird. Mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit werden hier Brücken gezogen, Schleusen geöffnet, Schleusen- und Brückengeld gezahlt ohne zu murren und zu maulen. Die Mitarbeiter der Schleusen und Häfen sind so nett und scheinbar froh, dass hier soviel los ist und soviel Gäste anlanden. Wir waren im Supermarkt, in einem Nauticgeschäft, überall sehr viele Deutsche, klar, bei dem wie Sportschifffahrt hier bei unseren Nachbarn betrieben wird, muss man soviel Deutsche antreffen und natürlich auch holländische und Skipper anderer Nationen!!!

Da will man bzw. ich gar nicht mehr in das steife, überverwaltete Wasserwege-Deutschland zurück!!! Hier in Holland müssten sich die Mitarbeiter des WSA und auch manche Politiker, die mit der Infrastruktur und Ausbau sowie Förderung ihrer Region, sensibilisieren und die Ideen stehlen, die ich glaube, die den Erfolg langfristig auch an die Lahn und andere von der Schließung bedrohten Wasserwege bringen könnten.

Da sollten wir ansetzen und die Narren und Blinden, die uns die Lahn nehmen wollen mal hinschicken, um für die Förderung des Wassersports Berit zu machen!!!

C. K. aus L., 02.08.2016 vom iPhone

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Meinung zu dem Artikel "Was führt der Bund im Schilde?"

ich hab´ den neuen Artikel von Prof, Ginnow-Merkert (N:DW) auf der Internet-Seite von PROLAHN gelesen. Erneut erfüllt er auch hier wieder meine Erwartungen: leider nur populistische Sprüche.

Negativ bis zum Anschlag!!

Was soll ich als Lahn-Skipper denn jetzt  - nach der Lektüre der Meinung von Herrn Ginnow-Merkert-   machen? Mein Schiff versenken? Mich erschießen?

Wie bei allen vorherigen Anlässen auch, er gibt nicht einen einzigen Hinweis, keinen Tipp wie man sich gegen die Bemühungen, die Lahn abzuspecken, bzw. zu schließen, wehren könnte. Ich denke, er hat so viele Erfahrungen. Wo ist den da ein möglicher Weg, ein möglicher Versuch, den er aufzeigt? Leider nichts zu finden!

Vielleicht wäre es sinnvoll, mal Vorschläge an die WSV/GDWS/ BMVI zu richten. Man könnten z.B. auch mal darauf hinweisen, dass die technischen Einrichtungen für eine Automatisierung der Schleusen ja bereits seit Jahren eingebunkert in irgendeiner Halle vor sich hingammeln. Damit macht man sich allerdings beim Personal des WSA nicht nur Freunde.

Vielleicht könnte man auch mal fragen, warum das wenige Geld, das angeblich immer nur zur Verfügung stand, fast ausschließlich zum wohlfühlen des WSA ausgegeben wurden. Dafür allerdings die Wehre und Schleusen nur mit geringen Mitteln „am Laufen gehalten wurden“.

Woher kam das Geld für den WSA-Hafen in Diez (2,5 Mio. Euro!!!), der absolut nicht nötig war. Aus welchem Etat wurde er bezahlt. Wovon wurde die Garage für den Aufsitzmäher in Lahnstein bezahlt. Wovon das Veranstaltungs-Häuschen an der Schleuse in Scheidt? Wovon wurden die diversen (unbrauchbaren) Unterstände für die Schleusenwärter finanziert? Bis auf ein, zwei mickrige Schwimmstege vor den Schleusen (die auch noch abgesoffen waren) ist eigentlich nichts passiert, was die Lahn aufgewertet hätte. Der tolle Steg im OW der Schleuse in Lahnstein kann allerdings vom profanen Skipper nicht genutzt werden, er ist den WSA-Schiffen vorbehalten.  Auch die schöne Mauer im OW der Schleuse Limburg wird fleißig vom WSA genutzt und damit den Skippern vorenthalten.

Gert Gätke, Weilrod, 02.08.2016

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Ein Gast der Lahn schreibt u. a.:

... Ich muss aber, ganz unter uns, mal sagen, dass ich entsetzt war, so ein miserables und ungepflegtes touristisches Niveau an der Lahn vorzufinden. Ein paar Blümchen am Kurhaus Bad Ems, wo sich die Halblebigen versammeln, um Tourismus à la 50-er Jahre zu begehen, ansonsten Müll, überteuerte Preise und scheußliche Hotels wie unser "L......................k" :-(

Damit lockt man keine Gäste an die Lahn, erst recht keine ausländischen. Nicht einmal in Polen würde man so etwas angeboten bekommen. Da muss dringendst frischer Wind hinein. Kein Wunder, dass man beim Bund bereit war, die Lahn einfach abzuschreiben… Der Gast wendet sich mit Grausen. ..
.

20.07.2016

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Der LiLa–Skandal!
Wie ich das sehe.


Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) hat vom Verkehrsministerium schon vor vielen Jahren den Auftrag erhalten Geld in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung einzusparen. Der Bund als Eigentümer und Kostenträger der Bundeswasserstraße Lahn versuchte die Kosten auf die Länder abzuwälzen oder eine Betreuergesellschaft ins Leben zu rufen, die für den Unterhalt der Lahn aufkommt. Ein sündhaft teures Gutachten sollte neue Möglichkeiten der Nutzung zur Kostendeckung ermitteln. Doch die Länder lehnten ab. Eine Betreibergesellschaft fand sich bislang nicht. Der Bund bleibt in der Verkehrssicherungspflicht. Also werden zur Kostenreduzierung Stellen bei den regionalen Wasser- und Schifffahrtsämtern abgebaut. Die Verwaltung wird neu strukturiert. Bisher jedoch mit nur mäßigem Einsparungserfolg.

Also versucht die GDWS eine neue Strategie, die Lahn los zu werden: Man schweigt die Schifffahrt einfach tot, streut Gerüchte. “Die Lahn ist nur eine unbedeutende Nebenwasser, auf der es keinen Schiffsverkehr mehr gibt!”. Eine Liste von Untiefen wurde und wird unter “elwis” noch immer veröffentlicht, die zeigen soll, dass die Lahn nicht mehr befahrbar ist. (Die darin genannten Untiefen sind für die Schifffahrt unbedeutend, weil außerhalb des Fahrrinne!) Von überall her hört man, die Lahn sei längst geschlossen, nicht mehr befahrbar. Garmin und Navionics (zwei führende Hersteller von Kartenplottern) u. a. bestätigen, dass in dem ihnen zur Verfügung gestellten amtlichen Kartenmaterial “Bundeswasserstraßen in Deutschland” die Lahn ausgespart ist. Bei Nachfrage bei der WSV habe man erklärt, dass es auf der Lahn keinen Schiffsverkehr mehr gibt. Im Fernsehen des SWR, WDR und HR werden zwar schöne Bilder von der Lahn präsentiert, doch selten oder nie sind Sportboote zu sehen. Kanus kommen hier und da mal vor. Interviews (zuletzt: HR Fernsehen mit PROLAHN am Tag der Auftaktveranstaltung am 5. Februar in Limburg), die die Interessen der Schifffahrt vortragen und den guten Zustand der Lahn beschreiben, werden von den Medien einfach zurückgehalten. Dafür erhalten die Macher und Befürworter des LiLa-Projektes eine breite Plattform im Fernsehen und Radio. Ein Schelm, der Böses dabei denkt!

Wie Schleusenmeister bestätigen, rufen verunsicherte Fahrtenskipper (ständige Gäste von Mosel, Main, Neckar, aus Holland, Frankreich, Belgien, Schweiz ....) auf den Schleusen an und fragen ob die Lahn noch zu befahren sei, denn man habe gehört, dass ... Das Ergebnis: Es kommen in den letzten Jahren immer weniger Gäste mit Boot an die Lahn und liefern so der Verwaltung das willkommene Argument: Es lohne sich nicht mehr “wegen den paar Sportbooten” Schleusen und Wehre weiter zu betreiben.

Die jährlichen Skippertreffen, viele Konferenzen, Werbeaktionen für die Lahn haben es geschafft, die Öffentlichkeit und Politik zu sensibilisieren und zu beweisen, dass es auf der Lahn sehr wohl Freizeitschifffahrt gibt, die eine wichtige touristische Einnahmequelle für die Region darstellt. So haben sich viele Kommunal- und Landespolitiker, gleich welcher Parteienrichtung, auf die Seite einer schiffbaren Bundeswasserstraße gestellt und erreicht, dass die Lahn Bundeswasserstraße bleibt.

Deshalb hat die GDWS als nächsten Schachzug, die Natur- und Umweltschutzverbände vorgeschoben und oder besser gesagt, vor ihren Karren gespannt. Die sollen es nun richten und durch Renaturierungsmaßnahmen und Einschränkungen den Bootfahrern den Spaß an ihrem familienfreundlichen Sport gründlich vermiesen. Da kommen Lachs- und Aal-Besessene Angler gerade recht mit ihren wahnwitzigen Vorschlägen. Deren gute Verbindungen ins hessische Umweltministerium helfen ein Projekt ins Leben zu rufen, das den Namen “LiLa – Living Lahn” trägt. Darin wird u. a. die Durchgängigkeit für Lachse und andere Fischarten auf der gesamten Lahn von Lahnstein bis zur Quelle gefordert. Man möchte Schleusen und Wehre zurückbauen und die Ufer in natürliche Ufer umgestalten – einen Fluss, der bereits 600 Jahre als Wasserstraße genutzt wird und dem sich die Tier- und Pflanzenwelt hervorragend angepasst hat und heute eine der saubersten und reizvollsten Flusslandschaften in Deutschland ist.

Die im LiLa- Projekt geforderten Maßnahmen sind konkret: So wird z. B. die Absenkung der Lahn zwischen den Schleusen Runkel und Limburg angestrebt. Dabei nimmt man in Kauf, dass die in diesem Bereich angesiedelten Wassersportvereine und die Fahrgastschifffahrt umgesiedelt oder gar eingestellt werden. Beachtliche Umbaukosten und hohe Schadensausgleichforderungen und Klagen werden dann auf die Verantwortlichen zukommen. Wen interessiert es? Der Steuerzahler wird es bezahlen müssen.

Alle diese Bestrebungen rund um das Thema Einsparungen sind nicht neu. Schon 1993/94, in der Blütezeit der Sportschifffahrt, gab es bereits die Forderung auf Transparenten: “Boote weg von der Lahn!” Gefordert wurde die Durchgängigkeit des Gewässers für Lachse und Aale. Unbemerkt von der regionalen Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Diez und Koblenz wurde die Lahn von den Entscheidern in der Politik in die Klasse Null eingestuft: “Bundeswasserstraße ohne nennenswerten Schiffsverkehr”. Das fiel auf, als der SWR von heute auf morgen keine Wasserstandmeldungen von der Lahn in ihren morgendlichen Nachrichten sendete. Auf Nachfrage bei der SWR sagte man: “Die Lahn ist doch Klasse Null, das heißt kein Schiffsverkehr auf der Lahn! Wofür also sollen wir Wasserstandmeldungen bringen? Gleiches wurde von der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Südwest bestätigt. Scheibchenweise folgten immer mehr Einschränkungen für den Wassersport, z. B. die Auflösung der Wasserskistrecken in Dietkirchen und Diez. Danach wurden die Schleusenzeiten um 1,5 Stunden verkürzt. Längere Tagesfahrten waren so für die Bootsfahrer nicht mehr möglich. Eine Mittagspause von einer 1/2 Stunde brachte eine weitere zeitliche Einschränkung. Da, wo der Wasserbau hätte baggern müssen, wurden Tonnen ausgelegt. Die amtlichen Wasserstandsmeldungen nennen den Pegel Diez mit ca. 70 cm und verunsichern die meisten Fahrtenskipper. Nur wenige trauen sich noch Diez zu besuchen oder gar weiter bis Limburg oder den Hafen Dehrn bei km 71,5 zu fahren. Trotzdem veröffentlichte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vehement diesen Pegel, der im Bauhafen Diez steht und total unwichtig für die Schifffahrt ist? Die Folge: in 1999 besuchten so wenige Urlaubsskipper die Lahn, wie noch nie.

Damals hat der Deutsche Motoryachtverband (DMYV), allen voran Heinz Teschke und der Hessische Landesverband für Motorbootsport (HELM) mit Klaus Janssen und den Vereinen an der Lahn eine Umfrage gestartet, die belegte, dass die Sportschifffahrt ein wichtige, unverzichtbare Einnahmequelle ist, 10.000 Arbeitsplätze sichert und 12 Millionen Umsatz in die Region spülen. Aus dem daraus erstellten Daten entstand ein 150-seitiges Gutachten, das der Öffentlichkeit in einem großen Rahmen in Bad Ems unter Beteiligung der Medien vorgestellt wurde, geriet die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in politische Bedrängnis und stoppte erst einmal weitere Einschränkungen. 2009 tauchte im Rahmen der “Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Akte “Lahn” auf und brachte erneut die Ämter in Zugzwang, jetzt endlich in Richtung Kosteneinsparung aktiv zu werden.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wird sich wehren und sagen: Wir sind für diese Entwicklung nicht verantwortlich: “Seht doch, wir tun viel für die Lahn: Wir haben eben erst einen neuen Bauhafen für 3 Mio. in Diez und die Schleuse Diez für 2,5 Mio. vollkommen saniert.!” Diese Investitionen aus Steuergeldern werden für die Katz sein, wenn das LiLa-Projekt erst einmal greift. Den Bund der Steuerzahler wird es freuen. Trotzdem hat die GDWS mit irgendwelchen zweifelhaften Gutachten die Bundeswasserstraßen erneut kategorisiert (kein Güterverkeh mehr usw.), um die Lahn loszuwerden. Wegen dem massiven Widerstand aus der Lokal - und Landespolitik hat man sich einen neuen Weg über die EU und mit fremden Finanzmitteln (Wassserrahmenrichtlinie WRRL, Blaues Band) ausgedacht, damit man als Bund nicht mehr im direkten Fokus steht.

Die hochmotivierten Natur- und Umweltschützer haben noch nicht bemerkt, dass man ihnen hier klammheimlich den “Schwarzen Peter” seitens der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung zugeschoben hat. Wird das LiLa-Projekt im Bereich der schiffbaren Lahn Wirklichkeit, wird der Unterhalt der Lahn in Zukunft aus dem Topf des Umweltschutzes bezahlt werden und das “Bundesamt für Verkehr und digitale Infrastruktur” ist fein raus, hat sein Sparziel erreicht. Wenn die Bürger dann auf die Barrikaden gehen, werden die sagen: “Die Angler, Natur- und Umweltschützer sind es gewesen!”

H. d. Z. aus M, 12.02.2016


Ergänzung durch die Redaktion:

In einer E-Mail des Hessischen Umweltministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 07.042016, unterzeichnet von Janet Weinig an PROLAHN, heißt es:

Eine Absenkung des Wasserspiegels zwischen Runkel und Limburg "... ist eindeutig zu verneinen. Es ist nicht beabsichtigt den Wasserspiegel bzw. die Wehrkronenhöhe an den Wehranlagen in irgendeiner Höhe abzusenken. Als zukünftige Aufgabe gilt, alle im MP 2015-2021 benannten Maßnahmen umzusetzen. Erst dann ergeben sich erste Ergebnisse für die biologische Qualitätskomponenten, die eine neue Bewertung des WK möglich machen."

".Aufgrund der mit Wehren verbundenen Mehrfachfunktion wird eine Veränderung der derzeitigen Staubedingungen als nicht erreichbar angesehen, ohne signifikante Auswirkungen auf die bestehenden Nutzungen sowie ggf, die Umwelt im weiteren Sinne auszulösen."


WK = gemeint ist Wasserkörper Lahn

Siehe auch:
http://flussgebiete.hessen.de/information/bewirtschaftungsplan-2015-2021