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Beiträge aus dem Jahre 2016:


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Gemeinsam stark für eine
schiffbare Bundeswasserstraße Lahn:

Netzerk Deutsche Wasserwege

DMYV

HELMeV

Landesverband Rheinland-Pflaz

ADAC
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Günter Deißner Yachtcharter
Holzheide 10
46348 Raesfeld-Erle

Charterbasis:
Emser Landstraße 2056112 Lahnstein

Tel: 0800/3880001
Fax: 02865/95225

> Homepage

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Berater- und Sachverständigenbüro Hagenkötter

Schadengutachter für Waren,- Ladungs- und Transportschäden
Ihr Profi in Fragen für Wasserfahrzeuge jeglicher Art.
Havariekommissar:

Anton Hagenkötter
Ketteringstraße 22
56112 Lahnstein


Tel: 02621.6289467
Mobil: 0176.99753718

> Homepage

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Münch-Werft

• Sommerliegeplätze
• Winterliegeplätze
• Reparaturliegeplätze
• Bootsservice
• Schweißarbeiten

Münch-Werft - Ahlerhof 20
56112 Lahnstein

Tel.: 02621/1881100
Mobil: 0151 23454504

> www.muench-werft.de

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Bundeswasserstraße Lahn in den Augen der IHK.

> Download Originalbrief der IHK Koblenz als PDF
Hier der Wortlaut:

Ihre E-Mail vom 28. November 2016 zur Lahn als Bundeswasserstraße

Sehr geehrter Herr Scheyer,

vielen Dank für Ihr Schreiben, auf das wir heute gerne zurückkommen. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vorgelegte wassertouristische Konzept enthält in erster Linie eine Erfassung des Ist-Zustandes. Dort wird die Lahn als Hauptwasserstraße mit "mittlerer" Bedeutung für Freizeit und Tourismus eingestuft. Diese Einschätzung teilen wir, da die Lahn fast ausschließlich durch private Freizeitverkehre genutzt wird.

Uns ist bewusst, dass die vom BMVI vorgenommene Einstufung eine Reduzierung der finanziellen Mittel für den Erhalt der Wasserstraßeninfrastruktur der Lahn zur Folge hat. Somit wird es auch Auswirkungen auf den Betrieb der Schleusen geben. Der Status "Bundeswasserstraße" ist vor dem Hintergrund der begrenzten Finanzmittel im Verkehrshaushalt des Bundes sowie der tatsächlichen, freizeitorientierten Nutzung der Lahn jedoch nicht ausreichend zu begründen.

Unter der Abwägung aller Aspekte wäre eine Herabstufung der Lahn aus Sicht der IHK Koblenz zwar bedauerlich, insgesamt betrachtet aber vertretbar. Für einen Austausch hierzu stehen Ihnen Andreas Hermann und Christian Dübner, die Fachkollegen der Referate Verkehr und Tourismus der IHK Koblenz, gleichwohl gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Robert Lippmann
Geschäftsführer Standortpolitik
20.12.2017

Anmerkung der Redaktion:

Für den 30. Januar hatte Landrat Frank Puchtler vom Rhein-Lahn-Kreis die Schreiber des IHK Briefes und PROLAHN zu einem klärenden Gespräch ins Kreishaus nach Bad Ems eingeladen.
Der Landrat wird in Kürze die IHK Koblenz und die IHK Limburg mit PROLAHN zu einem weiteren Gespräch am Runden Tisch einladen, um einen gemeinsamen Nenner zur Förderung der Region und der Bundeswasserstaße Lahn zu finden.

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Reaktionen zum Brief der IHK Koblenz an PROLAHN, die uns per E-Mail errreichten:

...die Stellungnahme der IHK Koblenz geht mir nicht aus dem Kopf. Hat die IHK Koblenz die Seiten gewechselt? Kämpft sie jetzt gegen ihre beitragszahlenden Mitglieder? Auf der Internet-Startseite der IHK Koblenz steht unter der Rubrik:

Standortpolitik
Damit im nördlichen Rheinland-Pfalz eine an den Interessen der Unternehmen orientierte Wirtschaftspolitik betrieben wird und die Infrastruktur den Anforderungen der Unternehmen zwischen Altenkirchen und Idar-Oberstein entspricht, trägt die IHK Koblenz Forderungen und Wünsche der Wirtschaft an die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung auf kommunaler und Landesebene heran. Über den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) nimmt die IHK auch Einfluss auf politische Weichenstellungen in Berlin und Brüssel.
Als Kontakt-Person wird Herr Robert Lippmann genannt.

W. M., Koblenz
02.01.2017
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... es scheint so zu sein, dass die IHK Koblenz die Seiten gewechselt hat, vermutlich auf Druck der Politik, denn wenn man von der EU für das Projekt, welches 15 Mio € umfasst 9 Mio€ an Zuschüsse bekommt, dann werden vielen Entscheidungsträgern die Augen feucht und man verliert schnell den Blick fürs Wesentliche.

Toni H., Lahnstein
31.12.2016
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... wenn ich Koblenz höre, zähl' ich stets Koblenz und Koblenz zusammen und lande stets wieder bei dieser Frau B. … Ich denke, die haben die IHK genau so eingeseift, wie sie es mit dem Landrat und anderen versucht haben. "Renaturierung" - wie schön das klingt! Und: "…jeder muss halt ein bisschen was abgeben …". Was ProLahn abgeben soll, ist ja inzwischen hinreichend bekannt.
Eine unabhängige IHK (wie bei uns die IHK Ostbrandenburg) wäre bestimmt hilfreich.

G. M., Berlin
28.12.2016
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... erst Hirn einschalten, bevor man einen solchen Brief schreibt!

Gerlinde Pillar, E.
27.12.2016
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Liebe IHK Kobelnz: Das war eine Eigentor!

Rheinhard L., Koblenz
27.12.2016
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Ich habe auch des öfteren mit der IHK zu tun gehabt, eine Lösung des Problems wurde nie gefunden. Ich glaube, dass denen der Beitrag am wichtigsten ist.

K. M., Bad Ems
27.12.2016
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... das ist ja sehr ernüchternd! Offensichtlich ist auch an dieser Stelle nicht bekannt, welche Wertschöpfung und Bedeutung hinter einem befahrbaren Gewässer wie der Lahn steht. Da sehe ich uns alle in der Pflicht hier konkretere Fakten zu schaffen.

Dr. H., München
22.12.2016
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... das war von der IHK Koblenz nicht anders zu erwarten.

Eine für die meisten Unternehmen fast bedeutungslose Gemeinschaft mit der Lizenz Zwangsmitgliedsbeiträge einzutreiben, ist für unser Problem nicht der richtige Ansprechpartner.

Und Koblenz ist nun mal am touristisch wesentlich besser gelegenen Rhein befindlich. Zudem sitzen die Herrschaften auf Ihren durch uns “prall gefüllten Hintern” und haben nur Interesse Ihren Allerwertesten zu retten.

J. V., Limburg
22.12.2016
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Somit war die Antwort voraussehbar! Leider!
Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass ein Mitarbeiter einer IHK derartig an seinem Klientel vorbei agiert.

Gerd G., Usingen
22.12.2016
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Dass ausgerechnet eine Industrie- und Handelskammer der Einschränkung der wassertouristisch-wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Region auf so unkritische Weise zustimmt, ist für mich unbegreiflich. So könntet ihr an der Lahn die Passagierschifffahrt und den Hausboottourismus vergessen und müsstet vor allem auch für alle Zukunft auf Bootsgäste aus dem weiteren In- und Ausland via Mosel und Rhein verzichten.

In Zeiten des zunehmenden Binnentourismus kann ich eine derartig negative Position nur auf einen Mangel an Vision und Engagement zurückführen. Wer sich in der Welt umschaut, kann über so ein Plädoyer für Stillstand und Rückschritt nur den Kopf schütteln.

Ich hoffe, dass ihr euch trotz solch düsterer Stellungnahmen in der Lahnregion nicht unterkriegen lasst. Neuen Mut könnt ihr euch zum Beispiel beim 9. Seenlandkongress am 16. Februar in Leipzig holen und gern auch bei unserem dritten Finowkanalsymposium am 24. Februar in Eberswalde. Hier arbeiten wir gerade zusammen mit unseren Nachbarn in Polen, Russland (Kaliningrad) und Litauen an einer wassertouristischen Zusammenarbeit entlang der Ost-West-Achse der Internationalen Wasserstraße E70 (Antwerpen - Klaipeda).

Die Einstufung der Lahn als Wasserstraße mit nur "mittlerer" Bedeutung ist in meiner Wahrnehmung willkürlich und anfechtbar.

Beste Grüße vom Finowkanal und aus dem N:DW,
Hartmut
22.12.2016
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Wie Herr XX schon zutreffend bemerkte, wird die "staatliche" Einrichtung IHK sich an der regierenden Politik orientieren, frei nach Luther: "Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich sing"!

Das ist leider die Realität. Ich halte ebensowenig von einem Gespräch in dieser Sache, da die Position der IHK eindeutig ist. Mit diesem Gespräch verfolgt die IHK nur ein Ziel: Ihre Position argumentativ zu begründen, in der Hoffnung, das ProLahn einknickt und sich, der jetzigen Jahreszeit entsprechend "still und leise" verhält!

Axel. B., Koblenz
22.12.2016
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Ich wusste es schon immer: der IHK gehen seine Zwangsmitglieder am Arsch vorbei. Hauptsache warmer, von den Mitgliedern gut bezahlter Bürositz!

Bernhard L, Lahnstein
22.12.2016
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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) ist bei ihrer Politikberatung darauf verpflichtet, unterschiedliche Interessen und Ansprüche abwägend und ausgleichend zu berücksichtigen. Unsere Einschätzung, eine Herabstufung der Lahn wäre zwar bedauerlich, insgesamt betrachtet aber vertretbar, folgt dieser Prämisse.

Gerne erläutere ich Ihnen die unserer Einschätzung zu Grunde liegende Abwägung auch in einem persönlichen Gespräch. Für eine mögliche Terminabstimmung komme ich im Januar gerne auf Sie zu.

Bis dahin wünsche ich Ihnen besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr.

Robert Lippmann
Geschäftsführer 
Standortpolitik | International
21.12.2016

NDW Kongress in Berlin

Berliner Manifest


Trockenlegung: Sorge um Wasserwege
"Berliner Manifest" der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf dem N:DW Kongress "Leuchtturmkompetenzen" am 24. November auf der "BOAT & FUN" in Berlin, zu dem die Initiatoren Helmut Berends und Hartmut Ginnow-Merkert vom Netzwerk Deutsche Wasserwege (unterstützt vom Wirtschaftsverband Wassersport Berlin) eingeladen hatten, wurde das "Berliner Manifest" - eine Stellungsnahme zum Wassertourismuskonzept des Bundes - vorgestellt und anschließend von den anwesenden N:DW Wasserrevieren im Beisein von Presse und Fernsehen unterzeichnet. Das "Berliner Manifest" wurde den Akteuren in den Umwelt- und Verkehrsministerien zugestellt und fand entsprechend große Beachtung.

20 Landkreise, Verbände und Institutionen haben bisher das "Berliner Manifest" unterzeichnet - darunter auch PROLAHN.

> Zum Download "Berliner Manifest"

Helmut Berends stellte im Anschluss an die Unterzeichnung dem interessierten Messepublikum und den Medien die Arbeit des Netzwerk Deutsche Wasserwege (N:DW) vor. Über "Tourismus und Kulturerbe als Wertschöpfung" referierte Heinz Scheyer von PROLAHN. Der informierte über den Sachstand an der Lahn und zeigte anhand der Beispiele Diez, Nassau, Obernhof, welch hohes touristisches Potenzial in diesem Fluss steckt. Die Absicht des Verkehrsministeriumx die Lahn zu renaturieren sei unverantwortlich gegenüber den Bürgern und Gewerken. Die Lahn sei die Lebensader, an der 10.000 Arbeitsplätze hingen und unsere Regierung nicht so einfach als "Peanuts" abtun könne. PROLAHN werde zusammen mit den Bürgern und Bürgerinnen alle rechtlichen Mittel gegen eine Schließung der Lahn einsetzen.

Egon Buß von der Bürgerinitiative "Rettet den Elisabethfehn-Kanal e. V." berichtete vom "Bürgerdialog und Bürgerengagement am Kanal" und lieferte Ideen für Aktionen von bleibendem Erinnerungswert bei den Entscheidern in den Ministerien. Detlef Krause vom Verein Mühlendammschleuse in Rostock zeigte, dass man eine Schleuse als Denkmal erhalten und einer nachträglichen Nutzung zuführen kann. Benno Wiemeyer vom Landesverband Motorbootsport in Nordrhein-Westfalen berichtete von der erfolgreichen, grenzüberschreitenden Kooperation mit den Niederländern, die deutsche und niederländische Wasserwege neu verbinden. Hartmut Ginnow-Merkert stellte innovative Antriebskonzepte vor, die die Welt der Fahrgast- und Sportschifffahrt schon heute noch umweltfreundlicher gestaltet könnte.

Wieder einmal wurde deutlich, dass die als Nebenwasserstraßen bezeichneten und vorwiegend touristisch genutzten Wasserwege Deutschlands in ihrer Existenz ernsthaft bedroht sind. Dies, weil die Bundesregierung beabsichtigt, Schleusen zu schließen, Wasserwege zu renaturieren und die vom BMVI als erhaltenswert eingestuften Wasserreviere in nicht staatliche Trägerschaften zu entlassen.

Der Erhalt der Schiffbarkeit ist die Grundlage für das Vorhandensein und die Belebung des Wassertourismus. Die von unseren Vorfahren geschaffenen künstlichen Wasserstraßen stellen Kulturkorridore dar, die sich mit der Schifffahrt und an ihren Ufern entstandenen vielfältigen Unternehmen zu einem wertvollen Kulturgut entwickelt haben. Der Wert unserer Flüsse geht weit über das Interesse der Sportbootfahrer hinaus. Unsere Nachbarländer und manche Regionen in Deutschland investieren wirkungsvoll in den Erhalt und die umweltschonende Entwicklung neuer wassertouristischer Infrastrukturen.

Es war ein erfolgreicher N:DW-Kongress auf einer der großen regionalen Messen für den Wassersport. Eine Messe, die Düsseldorf allemal das Wasser reichen kann.

> Link zum Nachrichtenbeitrag des NDR

27.11.2016

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MYC SChaumburg - Blaue Flagge

Blaue Flagge - Umweltsymbol für vorbildliche Sportboothäfen
MYC Schaumburg ausgezeichnet.


Zum 20. mal wurde in diesem Jahr der Motor-Yachtclub Schaumburg e. V. in Balduinstein mit der „Blauen Flagge“ ausgezeichnet, dem Umwelt-Symbol für saubere, vorbildliche Sportboothäfen. Damit ist der MYC Schaumburg, der einzige Hafen an der Lahn, der diese Auszeichnung in 2016 erhalten hat.

Seit 1987 wird in Zusammenarbeit mit der F.E.E. die „Blaue Flagge“ vergeben. Die Auszeichnung wird verliehen, wenn bestimmte Anforde-rungen bezüglich des Umweltmanagements, der Umweltkommunikati-on erfüllt sind, ausreichende Entsorgungsbereiche für (Sonder-) Abfälle und Abwasser und die standardgemäßen Sicherheitsaspekte beachten werden. Die Blaue Flagge ist das erste gemeinsame Umweltsymbol, das für jeweils ein Jahr vergeben wird. Die Kampagne wird durchgeführt für Sportboothäfen, Strände und Badestellen an Binnenseen.

Im Rahmen einer kleinen Feier hissten Bürgermeisterin Marie-Theres Schmidt, 1. Vorsitzender Wolfgang Möbus und zahlreiche Vereinsmit-glieder am 30. Juli die Blaue Flagge am Vereinsmast in Balduinstein, weit sichtbar über dem Vereins- und Hafengelände am Langenscheider Ufer.

„Umweltschutz ist für uns schon immer eine Selbstverständlichkeit“, betonte Brigitte Möbus, Umweltbeauftragte des MYC Schaumburg:
„Unser Verein war der erste an der Lahn, der eine Fäkalienabsauganlage angeboten hat. Wir legen Wert auf Sauberkeit und Komfort im Hafen, damit sich die Gäste mit Boot bei uns in Balduinstein an der Lahn wohlfühlen.“

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Lebensader Lahn' - Skippertreffen 2016 in Nassau:
Lahn ohne Boote und Passagierschiffe?
Schulterschluss aller Betroffenen.

Skippertreffen und Symposium in der SWR Landesschau vom 17. Juli:

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> SWR4 Radiobericht von Eva-Maria-Senftleben hier hören!

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skippertreffen

skippertreffen 2016

Von 97 angemeldeten Schiffen und Booten waren 79 Crews nach Nassau zum Lahn-Skippertreffen auf eigenem Kiel angereist (zudem viele mit Auto und Bahn). Die liebenswerte Stadt Nassau war wieder ein hervorragender Gastgeber.

Das jährliche Skippertreffen ist eine Demonstration dafür, dass die Lahn als Bundeswasserstraße intensiv genutzt wird. Schiffe und Boote sogar aus Düsseldorf, Köln, Mainz, Hersel, Mainspitze beteiligten sich am Lahn-Skippertreffen, weil Ihnen die Lahn als naturnahes Fahrtenrevier besonders am Herzen liegt.

lahntal möwen

Treffpunkt für die Skipper war wieder Kanucharter Hofmann an der Kettenbrücke, der sich mit seinem Team wieder hervorragend um das Wohl der Gäste kümmerte. Für 15:00 Uhr hatte PROLAHN zu einer originellen Stadtführung durch Nassau eingeladen. Von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr erfreute die Besucher im Festzelt ein Konzert der Marinekameradschaft Bad Ems. Als "Lahntalmöven" präsentierten die Damen und Herren bekannte Shantylieder und ernteten dafür viel Applaus.

Um 19:00 Uhr begrüßte Armin Wenzel, Bürgermeister von Nassau die Teilnehmer und Besucher des Skippertreffens. Er betonte, dass die Lahn auch für die Stadt Nassau eine wichtige, unverzichtbare Lebensader sei. Es gelte alles daran zu setzen, die Lahn weiter für Schifffahrt und Touristik zu erhalten und weiter auszubauen.
Wenzel sagte an PROLAHN gerichtet: Nassau würde sich sehr freuen, wenn auch das Skippertreffen 2017 wieder in seiner Stadt stattfindet.

Voirtrag der wasserschutzpolizei

"Sicherheit und gutes Miteinander auf dem Wasser: Dickschiffe und Sportboote" lautete der Fachvortrag am Abend von Uwe Kern (Mitte), Polizeihauptkommissar bei der Wasserschutzpolizei in Koblenz. Anhand von Videos machte er den interessierten Freizeitkapitänen deutlich, wie gefährlich eine Begegnung mit einem Dickschiff sein kann. Norbert Scheidweiler (Links)., stellvertretender Stationsleiter beantwortete anschließend die vielfältigen Fragen der Zuhörer.

Erster Gesprächsstoff bei allen Skippern war das gerade vom Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur herausgegebene "Wassertourismuskonzept". Darin steht viel Verwirrendes, nichts Konkretes. Von der EU gefördert werden sollen nur Nebenwasserstraßen, die eine "sehr hohe" und "hohe" Bedeutung für Freizeit und Tourismus haben. Die Lahn hat im Wassertourismuskonzept nur eine mittlere Bedeutung, was heißt, die Lahn wird nicht gefördert.

Besonders verärgert waren die Skipper darüber, dass in dem Wassertourismuskonzept der motorisierte Wassersport und die noch immer bestehende Personenschifffahrt ("Wappen von Limburg", "Stadt Bad Ems", Lahnarchen, Kaiser Wilhelm) einfach verschwiegen werden.
Es kommen vielfältige Zweifel auf, ob die Herausgeber des Machwerkes jemals die Lahn - wenigstens von Limburg bis Lahnstein - mit dem Schiff bereist haben. Dann hätten die Verantwortlichen des Wassertourismuskonzeptes erkennen müssen, dass es auf der Bundeswasserstraße Lahn noch immer regen Schiffsverkehr gibt.

sdsymposium ndw

Dem entsprechend groß war natürlich das Interesse am Symposium des N:DW (Netzwerk Deutsche Wasserwege). Gekommen waren fast alle Orts- und Verbandsbürgermeister der Anrainerstädte und Gemeinden, Vertreter des Landes- und Bundestages, überregionale Verbände (DMYV, ADAC, HELM, LRP), Vorstände der an der Lahn ansässigen Wassersportvereine, Vertreter aus der Wirtschaft, Gesellschaft und Gäste sowie die Eigentümer und Kapitäne der auf der Lahn fahrenden Schiffe und Boote.

Zu diesem Dialog waren auch die Befürworter von Rückbau und Renaturierung der Lahn eingeladen. Doch IG Lahn (Interessengemeinschaft der Angler), BUND und NABU blieben der Veranstaltung fern. Hier hätte man gerne deren Argumente gehört, um einen gemeinsamen Konsens zu finden.

Mit Vorträgen von Landrat Frank Puchtler zum Thema „Perspektive Lahn“, von Prof. Hartmut Ginnow-Merkert vom N:DW zu den Perspektiven des Netzwerks am Beispiel Finowkanal, Helmut von Veen stellte Lösungen am Saale-Elsterkanal sowie der Reviere im Nordwesten vor und Mareike
Bodsch, Amtsleiterin des Wasserstraßen- und Schiffahrtsamtes Koblenz
berichtete über das Projekt Living Lahn (LiLa) – Lebendige Lahn des Hessischen Umweltministeriums. Die rund 70 Teilnehmer erhielten über Länder- und Regionsgrenzen hinweg vielseitige Informationen.

Dem Landrat des Rhein-Lahnkreises Frank Puchtler liegen die Lahn und
die dort lebenden Menschen seit vielen Jahren am Herzen. Er hob hervor, dass neben Naturschutzmaßnahmen auch wirtschaftlich-infrastrukturelle Bereiche Beachtung finden müssen.
Die Lebensader Lahn sei ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor für den
Tourismus mit 2,4 Millionen Übernachtungen sowie 30 Millionen Tagesgästen. Die Lahn sichere die Existenz von 1.650 Betrieben mit rund 10.000 Arbeitsplätzen. Entlang der Lahn werde ein Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro erzielt.

disskussionsrunde NDW

Angeregt durch die vorgetragenen Informationen und Beispiele, teilte der Leiter des Symposiums Helmut Berends vom N:DW, die Zuhörer in zwei Arbeitsgruppen. In der ersten Gruppe ging es um das Thema „Nachhaltige Trägerschaft/Finanzierung“. Notiert wurden Stichpunkte, wie Wertschöpfung, Denkmal- und Naturschutz sowie Umweltschutz, Maut für Schleusen, bundeseinheitliche Strukturen, Sport mit und ohne Motor.

symposium NDW

In der zweiten Arbeitsgruppe wurde über das Thema Multifunktionalität,
Tourismus, Marketing, Weltkulturerbe, Mineralquellen, kostenlose Anleger bei den Kommunen und die Einbindung von Tourismusverbänden diskutiert und Stichworte für die Metaplanwand gesammelt.

In der Mittagspause wurden die Vorschläge der Teilnehmer von einem Team addiert und für ein „Nassauer Kommuniqué“ ausgewertet. Bevor Moderator Helmut Berends das Ergebnis mitteilte, wies er auf die vielseitigen Möglichkeiten eines modernen Marketings hin. Mehr und bessere Internetseiten mit viel mehr Interaktivität, emotionalere Videos und Fotos und eine deutliche Verlinkung mit allen Beteiligten, Partnern und gleich oder ähnlich gesinnten Verbänden und Organisationen.

Das Nassauer Kommuniqué wird eine Empfehlung sein an die Politik
im Kreis, Land und Bund. Es beinhaltet Maßnahmen zur Förderung des sanften Tourismus, Erhalt und Ausbau der Lahn als Schifffahrtsweg, Natur- und Umweltschutz sowie den Hochwasserschutz. Das Nassauer Kommuniqué wird den Verantwortlichen im Verkehrsministerium in Berlin persönlich zugestellt.

Einen schönen Abschluss des Lahn-Skippertreffens 2016 bildete die jährlich stattfindende "Bahamas Night"- eine Nacht mit karibischem Flair am Lahnufer mit Livemusik am Sandstrand, Cocktails und Feuerwerk in der Nacht.

Schifferverien lahnstein

Danke an Nassau für die superfreundliche Unterstützung und alle Helfer, die das Skippertreffen und das Programm organisierten. Besonderen Dank an den Schifferverein Lahnstein, der mit seiner Fotoausstellung die traditionsreiche Schiffahrt auf der Lahn dokumentierte.

Das erarbeitete "Nassauer Kommuniqué" mit einem Maßnahmen- und Forderungskatalog an die Verantwortlichen der Bundeswasserstraßen, können Sie hier downloaden:

> Nassauer Kommuniqué

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Entwarnung aus dem Ministerium:
Lahn bleibt so wie sie ist!

Die im „Living-Lahn-Projekt“ des Landes Hessens „angedachte“
Absenkung der Lahn im Bereich Runkel bis Limburg sei nicht
realisierbar, wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz PROLAHN heute in einem Schreiben mitteilte. Man habe nicht vor Wehrkronenhöhen an den Wehranlagen in irgendeiner Höhe abzusenken. Dem entgegen
stände schon allein die Bundesschifffahrtsstraßenverordnung, die
laut Gesetz eine Fahrwassertiefe von mind. 160 cm vorschreibe. Eine Absenkung um mehr als 40 cm, würde diesen Wert deutlich unterschreiten.

Es heißt weiter, dass aufgrund der bestehenden Mehrfachnutzung der Wehranlagen (Wasserkraft, Schiffsschleusen als Schifffahrtswege, über Jahrhunderte angepasste Grundwasserstände im Auen- und Siedlungsbereich, Aufstau in Verbindung mit der Sicherstellung der Fahrrinne) eine Veränderung der Staubedingungen ohne wesentliche Auswirkung auf die bestehenden Nutzungen (also auch für die Schifffahrt) als nicht erreichbar angesehen wird. Es bleibe eine Zukunftsvision.

Das „Living-Lahn-Projekt“ (LiLa) sei kein Bestandteil der Wasser-
rahmenrichtlinie (WRRL) der EU. Die vom Land Hessen für das
IPE LIFE-Projekt ausgewählten 10 Einzelmaßnahmen habe sich nur an den Inhalten des Maßnahmenplan 2015-2021 orientiert. Beabsichtigt sei nur eine Einzelmaßnahme, die die Umgestaltung eines Wanderhindernisses/Wehres vorsähe. Es handele sich dabei um das Einstiegswehr im Lahnnebengewässer Ulmbach an der oberen Lahn und beeinträchtige nicht die Schifffahrt.

15. April 2016

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Die Lahn, wie sie ist und niemals werden darf!!

Diesen Film produzierte Winfried Münch, Mitglied im Vorstand PROLAHN, weil er, wie viele andere Freizeitskipper und Liebhaber der Lahn befürchten, der Fluss könne auf drängen der EU vielleicht als schiffbare Bundeswasserstraße - wenn auch erst in zehn Jahren - geschlossen werden.

Wer will das?

"Alles Unsinn, dumme Gerüchte!" Glaubt man der Leiterin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes in Koblenz, Frau Mareike Bodsch, will niemand die Lahn schließen. Es werde In den nächsten Jahren keinerlei Veränderungen bei Schleusen und Wehren geben. Das WSA werde auch weiterhin der gesetzlichen Verkehrssicherungspflicht nachkommen.

Mehr vom Runden Tisch des ADAC am 17.11. beim WSA Koblenz
in Kürze auf dieser Seite.

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baggerschiff greif

Baggerschiff GREIF schafft freie Fahrt auf der Lahn.

Seit Februar ist das generalüberholte Baggerschiff GREIF des Wasser- und Schifffahrtsamtes Diez auf der Lahn im Einsatz. Das eingespielte Team vom Wasserbau ist dabei die Fahrrinne auf die garantierte Wassertiefe von mind. 160 cm freizubaggern. Das Foto zeigt die Baggerarbeiten im Oberwasser und Zufahrtskanal der Schifffahrtsschleuse Hollerich im August.

Die neue Fehltiefenliste vom 26.9.2016 wurde von 110 Stellen auf nur noch 79 reduziert.

Der neue Hydraulikbagger des GREIF schafft mit seinem jetzt längeren Greifarm und der breiten Schaufel mehr Abraum in kürzer Zeit. Die Sanierung des einmal für die Lahn entwickelten Baggerschiffes ist für den Erhalt der Lahn besonders wichtig. Nur mit dem GREIF ist es möglich, an die Wehre vom Unter- und Oberwasser heranzufahren, um die Hebetechnik zu warten. Die Betriebssicherheit der Wehre ist für die Lahnanrainer lebenswichtig. Bei Hochwässern kann so der Wasserstand sicher reguliert werden, damit die Bevölkerung in den Städten und Gemeinden entlang der Lahn keinen Schaden nimmt und ruhig schlafen kann.

26.09.2016

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Schleuse Lahnstein

Die Schleusenmeister Manfred Blümlein (links im Bild) und Gert Massenkeil freuen sich schon auf viele Boote, die sie in Richtung Nassau hoch schleusen dürfen. In 2013 wurde die Schleuse Lahnstein vom Deutschen Motoryachtverband (DMYV) als wassersportfreundlichste Schleuse Deutschlands ausgezeichnet.


Skippertreffen "Lebendige Lahn"
und N:DW Symposium "Lebensader Lahn" wirft seine Schatten voraus.

PROLAHN, Stadt NASSAU und N:DW (Netzwerk Deutsche Wasserwege) laden Sie/Euch ein zum Lahn-Skippertreffen 2016. Beweisen wir aktive Solidarität mit der Schifffahrt den Lahn-Anrainern und allen, die die Lahn so naturnah erhalten wollen, so wie sie es heute für uns alle ist.
Zeigen wir vom 14. bis 17. Juli, mit dann noch mehr Booten, dass die Lahn eine unverzichtbare Lebensader für die Menschen in der Region zwischen Westerwald und Taunus ist.

Kommen Sie bitte am Samstag 16. Juli, 9:30 Uhr zu dem N:DW Symposium in die Stadthalle Nassau. Beweisen Sie, dass Ihnen die Lahn etwas bedeutet. In dem Symposium des N:DW werden die verschiedenen Akteure (Politik, Ministerien, Initiativen, Verbände und Unternehmen) miteinander in einen Dialog treten, um am Ende in der „Nassauer Erklärung“ die Bedeutung der Lahn für die Region und als Wasserrevier in Deutschland darlegen.

Anreise mit dem Boot am 14. und 15. Juli - Freitag, 15. Juli Treffpunkt bei Kanucharter Hofmann vor der Kettenbrücke mit Vorträgen und Klönschnack. Samstag, 16. Juli: Lahn-Symposium mit dem Netzwerk Deutsche Wasserwege (N:DW) in der Stadthalle Nassau. - Spaß am Abend mit der berühmten "Bahamas Night" oder - wenn Sie möchten - besuchen Sie die Feier zum 750-jährigen Bestehen von
Obernhof.

Die Stadt Nassau hält für die Skipper, die mit dem Boot anreisen, kostenlose Liegeplätze mit Strom bereit.

Bitte melden Sie sich an, damit wir von PROLAHN planen können und Sie ein paar schöne Tage in Nassau an der Lahn erleben!

Eingeladen zum Skippertreffen in Nassau sind nicht nur Schiffer und Bootsfahrer, sondern alle Bürger und Bürgerinnen, die die Lahn lieben und als lebendige Bundeswasserstraße erhalten wollen.

Wir freuen uns auf Sie!

Vorläufiges Programm: > Herzlich willkommen!

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Rinfahrt Schleuse Diez

Grünes Einfahrtsignal für Freitzeitkapitän Dieter Stauch und sein Schiff "Julia Pia" an der neuen Schleuse Diez an der Lahn.

Erste Ausfahrt Schleuse Diez

Freizeitkapitän Ewald Wewer passierte mit seinem Schiff "Libertad" als Erster die neue Schleuse Diez.


Freie Fahrt! Besuchen Sie die lebendige Lahn!
Schleusen seit 25. März in Betrieb.

Pünktlich zum Saisonstart 2016 steht die von Grund auf erneuerte Schleuse Diez der Berufsschifffahrt, den Wassersportlern und Touristen wieder zur Verfügung. Damit ist die Lahn wieder vom Rhein beginnend mit Lahnstein, km 136,7 bis nach zum Sportboothafen-Dehrn, km 71,5, dem letzten ansteuerbaren Hafen, für Schiffe und Sportboote auf der ausgebauten Lahn, durchgängig befahrbar

Die Schleuse DIez ist bereits für dem vollautomatischen Betrieb ausgestattet, ähnlich den Bootsschleusen an der Mosel. Es fehlen zurzeit noch die digitalen Hinweistafeln. Bis zum vollautomatischen Betrieb übernehmen die freundlichen Schleusenmeister das Auf- und Abschleusen der Schiffe und Boote. Ein- und Ausfahrt werden durch grüne und rote Lichtsignale geregelt. Ein gelbes Blinklicht zeigt an, wenn sich die Tore öffen, bzw. schließen. In der Schleuse sind ausreichend Stangen und Poller angebracht, die ein bequemes Schleusen für Schiffe und Boote in jeder Größe bis 34 Meter Länge ermöglichen.

Die Bundeswasserstraße Lahn mit dem Boot zu befahren ist ein besonderes Erlebnis und wird zur Erholung pur. Wer vom Rhein her die Lahn ansteuert, merkt sofort, jetzt beginnt der Urlaub. Freuen Sie sich auf die Menschen links und rechts der Lahn, sie sind freundlich und immer hilfsbereit.

Die Lahn hat kaum Strömung und ist deshalb auch für weniger geübte Skipper leicht zu befahren. Das Schleusen hat man schnell gelernt. Die freundlichen Schleusenmeister helfen immer gerne. Bei einem Normalwasserstand, Pegel Kalkofen von 180 cm, ist in der Fahrrinne eine garantierte Wassertiefe von 160 cm. Genug Wassertiefe auch für größere Schiffe.

Die Städte und Gemeinden, wie zum Beispiel Nassau und der Weinort Obernhof halten für die Skipper kostenfreie Stege bereit (neue Stege sind in der Planung). Es gibt ausreichend freie Liegeplätze bei den Vereinen in Lahnstein, Fachbach, Bad Ems, Nassau, Hollerich, Laurenburg, Balduinstein, Diez, Limburg, Dietkirchen und Dehrn. Der Hafen Hollerich wurde gerade erst neu gestaltet und freut sich auf Skipper mit Boot. Hollerich ist eine Idylle mitten in der Natur. Die Städte und Gemeinden entlang der Lahn bieten über das Jahr allerlei Veranstaltungen. Langweilig wird es Ihnen an der Lahn nie.

Wer sagt, er habe die Lahn bereist, sollte auch den letzten vom Rhein her ansteuerbaren Hafen in Dehrn besuchen. Hier finden Schiffe mit mehr als 20 m noch einen Platz.


> Die Lahn lebt - Die Tierwelt an der Lahn - Natur pur!

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Wasser- und Schifffahrtsamt Diez
verstärkt Team der Schleusenmeister
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Das Wasser- und Schifffahrsamt hat sechs freundliche Schleusenmeister eingestellt, die mit dem Saisonstart 2016 ihren Dienst auf einer der Schleusen von Lahnstein bis Limburg antreten. Freuen wir uns auf neue und altbekannte Gesichter, die uns die Schifffahrt auf der Lahn in diesem Jahr und in Zukunft mit noch mehr Leichtigkeit ermöglichen.

Auf gute Zusammenarbeit!

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BaUhafen Diez

Arbeitsschiffe beim WSA Diez, startklar zum Einsatz auf der Lahn

Arbeitschiff Greif ibie Baggerabrieten an dr Shcleuse Diez


Baggerschiff GREIF bei Baggerarbeiten an der Schleuse Diez

Baggerschiff GREIF schafft
freie Fahrt auf der Lahn.

Seit Februar ist das generalüberholte Baggerschiff GREIF des Wasser- und Schifffahrsamtes Diez auf der Lahn im Einsatz. Das eingespielte Team vom Wasserbau ist dabei, das in den Zufahrten unterhalb und oberhalb der Schleusen nach Winterhochwassern angesammelte Geschiebe wegzubaggern. Bis zum Saisonbeginn am 25. März 2016 will das Wasser- und Schifffahrtsamt die Fahrrinne der Lahn von Lahnstein km 136,7 bis Hafen Dehrn km 70,5 auch für größere Schiffe durchgängig befahrbar machen.

Die Motorboote des WSA "Bullay" und "Spatz", jeweils mit einer Schute gekoppelt, verbingen das ausgebaggerte Geschiebe. Gleichzeitig macht das MB Spatz die Verkehrssicherungspeilung in allen Stauhaltungen. Es durchfährt dabei jede Stauhaltung dreimal: Fahrrinne links, Mitte und rechts. Für die Haltungen Diez bis Limburg ist ein transportables Peilgerät vom ABz Wetzlar im Einsatz. Dieses wird auf einem Nachen (blauer Rumpf mit blauem Zeltaufbau) montiert, um die Haltungen, die für das MB Spatz noch nicht erreichbar sind, peilen zu können.

Der neue Hydraulikbagger des GREIF schafft mit seinem jetzt längeren Greifarm und der breiten Schaufel mehr Abraum in kürzer Zeit. Die Sanierung des einmal für die Lahn entwickelten Baggerschiffes ist für den Erhalt der Lahn besonders wichtig. Nur mit dem GREIF ist es möglich, an die Wehre vom Unter- und Oberwasser heranzufahren, um die Hebetechnik zu warten. Die Betriebssicherheit der Wehre ist für die Lahnanrainer lebenswichtig. Bei Hochwässern kann so der Wasserstand sicher reguliert werden, damit die Bevölkerung in den Städten und Gemeinden entlang der Lahn keinen Schaden nimmt und ruhig schlafen kann.

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Branchenverbände befürchten Einschränkungen
für Wassersport und Wassertourismus.

26.01.2016. Anlässlich der Wassersportmesse boot 2016 in Düsseldorf drücken die Spitzenverbände des Wassersports, der Wassersportwirtschaft und aus dem Tourismus ihre Besorgnis aus, mit der Umsetzung des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ traditionelle Reviere schon bald nicht mehr nutzen zu können. Zugleich setzen sie sich für ein verstärktes Miteinander von Wassersport und Naturschutz auf den deutschen Fließgewässern ein.

Zwar begrüßen die Verbände ausdrücklich den im Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) und des Bundesumweltministeriums (BMUB) formulierten Ansatz, mit Renaturierungsmaßnahmen der Fließgewässer sowohl zu deren ökologischer Qualität als auch zu deren Freizeit- und Erholungswert beizutragen und neue Akzente bei der Hochwasservorsorge zu setzen, allerdings birgt er auch die Gefahr, dass das rund 2.800 Kilometer lange Netzwerk der nicht mehr für den Gütertransport genutzten Bundeswasserstraßen für den regionalen Tourismus und für den Wassersport verloren geht, falls es nicht gelingt, ökologische und wassersportliche Interessen miteinander in Einklang zu bringen und schnell die notwendigen Beschlüsse zu fassen. Schon kleine Störungen können diese Strecken, für die es keine Ausweichverbindungen gibt, großräumig lahmlegen und das im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien verankerte Ziel der nachhaltigen wassertouristischen Entwicklung vereiteln.

Experten des Bundesverkehrsministeriums haben ermittelt, dass ein Teil der Schleusen schon bald außer Betrieb genommen werden muss, weil keine ausreichenden Mittel zu ihrer Unterhaltung und Instandsetzung zur Verfügung stehen. Dies hat Hafenbetreiber, Marinas und Wassersportvereine, aber auch anliegende Landkreise, Kommunen und Gewerbeverbände alarmiert.

Angesichts des Umstandes, dass zuletzt 120 Millionen Euro im Bereich der Wasser- und Wirtschaftsverwaltung des Bundes nicht verbraucht und daher ungenutzt zurück gegeben werden mussten, ist es für Wassersport und Wassertourismus nicht akzeptabel, dass gleichzeitig wichtige Schleusen aus angeblicher Finanznot verfallen. Viele wenig kostenintensive und kleinteilige Maßnahmen an wassertouristisch genutzten Bundeswasserstraßen könnten unter Nutzung der vorhandenen regionalen Kapazitäten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung umgesetzt werden und so zu Beschäftigung und regionaler Wirtschaftskraft beitragen.
Zentrales Anliegen der Verbände ist, dass bei allen Maßnahmen zugleich auf die Optimierung der ökologischen und auf die Gewährleistung der verkehrlichen Durchgängigkeit der Wasserwege geachtet wird. Sie darf weder durch Rückbauten beispielsweise von Schleusen, noch durch Befahrungsverbote oder -beschränkungen gefährdet werden. Derzeit gelten in Deutschland bereits über 900 unterschiedliche Befahrungsregelungen, die aus Naturschutzgründen erlassen wurden.

Die Verbände sind überzeugt, dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung mit einem erweiterten gesetzlichen Gestaltungsauftrag gleichermaßen mehr Naturnähe und Freizeit- und Lebensqualität, die Wassersport und Wassertourismus einschließt, schaffen kann und so mit wohnortnaher Erholung einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

Die Verbände teilen die von Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium geäußerte Einschätzung, dass die seit Jahrzehnten mit der Verwaltung der Bundeswasserstraßen betraute Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes geeignet und kompetent ist, die Zukunftsaufgaben „Renaturierung und Wassertourismusförderung“ wahrzunehmen. Ihr Gestaltungsauftrag muss dazu allerdings gesetzlich erweitert und mit Haushaltsmitteln ausgestattet werden.

Wassersport, Wassersportwirtschaft und Wassertourismus fordern daher weiterhin:

• Das vorhandene Bundeswasserstraßennetz muss in Gänze erhalten werden. Der Bund muss dazu die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beauftragen und so mit Mitteln ausstatten, dass auch die wassersportlich und wassertouristisch genutzten Bundeswasserstraßen weiterhin unterhalten werden können.
Der von Bundesverkehrsminister Dobrindt beim Bürgerdialog am
3. September.2015 angekündigte gesonderte Etat für Wassertourismus muss unverzüglich eingerichtet und so ausgestattet werden, dass die für Wassertourismus erforderlichen Einrichtungen an Bundeswasserstraßen erhalten und zukunftsfähig weiterentwickelt werden können.
• Das bereits mehrfach verschobene Wassertourismus-Konzept der Bundesregierung muss fertiggestellt und mit den Betroffenen diskutiert werden. Es dürfen im Vorfeld keine Maßnahmen ergriffen
werden, die später mit Zielen des Wassertourismuskonzeptes nicht im Einklang stehen.
• Abschließend fordern Wassersport, Wassertourismus und Wasserwirtschaft eine angemessene Einbindung in das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“. Hier muss die gleiche Beteiligungsmöglichkeit sichergestellt werden, wie sie Naturschutzverbänden längst eingeräumt wurde! Im Gegensatz zu den Naturschutzorganisationen wurden die Verbände aus Wassersport, Wassertourismus und Wassersportwirtschaft bisher nicht an den Beratungen beteiligt.

Wassersport und Wassertourismus werden in vielfältiger Art und Weise ausgeübt. Alle teilen jedoch den Wunsch, dass das jeweilige Gewässer einen möglichst naturnahen Zustand haben sollte. Gerade für Wassersportler sind naturnah gestaltete Gewässer attraktiv und von besonders hohem Freizeit- und Erholungswert. Der organisierte Wassersport, wassertouristische Anbieter und Wassersportwirtschaft haben deshalb bereits in der Vergangenheit erhebliche Beiträge zum Schutz und Erhalt naturnaher Gewässer geleistet.

Zum Hintergrund:

Der Wassersport und Wassertourismus gehört zu den Wachstumsbranchen in Deutschland und Europa. Rund 20 Mio. Deutsche verbringen jährlich Urlaub oder Freizeit rund ums Wasser. Laut Bundeswirtschaftsministerium sind 80 Prozent der 14- bis 70-jährigen an wassertouristischen Aktivitäten interessiert. Mehr als sechs Millionen Bundesbürger üben eine Wassersportart (Segeln, Motorboot fahren, Kanu/Kajak, Rudern, Tauchen, Wind- und Kitesurfen) regelmäßig in ihrer Freizeit und/oder während des Urlaubs aus. Hunderttausende nutzen die Angebote der Personenschifffahrt für erlebnisreiche Momente auf dem Wasser
oder für Angel- und Tauchfahrten. Der Umsatz an maritimen Gütern
und Dienstleistungen betrug 2015 1,82 Milliarden Euro, die ökonomischen Effekte liegen um ein Vielfaches höher.
Städte und Gemeinden entwickeln ihre Wasserlagen. Die Regionen investieren in die Entwicklung des Wassertourismus.
Mit seiner gut ausgebauten maritimen Infrastruktur sowohl an der Küste als auch im Binnenland hat sich Deutschland als wichtige wassertouristische Destination etabliert und bietet gleichzeitig weitere Wachstumschancen für die Zukunft. Zusätzliche Wachstumschancen ergeben sich vor allem im Binnenbereich. Deutschland verfügt über die größte zusammenhängende Wasserfläche in Europa mit naturnahen Erlebnisräumen und damit über eine große Attraktivität für in- und auch ausländische Touristen. Diese positive Entwicklung gilt es abzusichern und vorhandene Wachstumspotenziale zu nutzen.

Ansprechpartner:
Jürgen Tracht
Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V.
Gunther-Plüschow-Str. 8
50829 Köln
Tel.: 0221 5957115

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Vorstand PROLAHN erhielt Verstärkung.

Die Mitgliederversammlung bestimmte am 24. März 2016 drei Beigeordnete zur Mitarbeit im Vorstand PROLAHN: Axel Boesen ist Polizeibeamter a. D. aus Koblenz. Er übernimmt das Referat Recht und Raumordnung. Winfried Münch, Schiffbauer aus Koblenz übernimmt die, Koordination und Jürgen Fuchs, 1. Vorsitzender des Laurenburger Bootsclub, ist für die Organisation im Verein PROLAHN zuständig..

Mit diesen drei Vorstandskollegen wird das Arbeitspensum auf mehr Schultern verteilt. Herzlich willkommen! Auf gute Zusammenarbeit!

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Fahrgastschiff Lahnstolz

Schifffahrt bleibt auf der Lahn
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Die Struktur- und Genehmigungs-Direktion SGD Nord ist Projektpartner im LIFE-Projekt „LiLa – Living Lahn“. Mit dem Projekt wollen die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Bundesanstalt für Gewässerkunde die Lahn ökologisch aufwerten. Gleichzeitig wollen sie somit den Fluss und das Leben am Fluss lebenswerter machen. Das Projekt ist auch ein Beitrag, um die Region weiter zu entwickeln.

Die vorliegenden Steckbriefe aus dem LiLa-Projekt der Hessen, in der von einschneidenden Maßnahmen (Einstellen der Schifffahrt, Schließen oder Verlagern von Sportboothäfen) für die Schifffahrt und den Bootssport ausgegangen werden muss, wurden für die Festlegung der Lahn als „erheblich verändertes Gewässer“ (HMWB) von den hessischen Dienststellen für den hessischen Teil der Lahn (Quelle bis Limburg) erstellt.

In Rheinland-Pfalz wurde bei der HMWB-Ausweisung beim Ausweisungstest darauf hingewiesen, dass die Freizeitschifffahrt nicht verlagert werden kann und somit mögliche Verbesserungsmaßnahmen eine signifikante negative Auswirkung auf die spezifische Nutzung haben.

Folgt man den Worten von Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, wird im rheinland-pfälzischen Teil der Lahn die Personen- und Sportschifffahrt weiter Bestand haben.